Engelsjahr

Am Telefon liest Engels Texte vor

Die Auftaktveranstaltung zum Engelsjahr konnte noch groß gefeiert werden. Archivfoto: Andreas Fischer
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Die Auftaktveranstaltung zum Engelsjahr konnte noch groß gefeiert werden. 

Auch das Programm zum Engelsjahr ist wegen des Coronavirus erstmal gestoppt worden. Eine Hotline bietet Kontakt zum Jubilar.

Von Monika Werner-Staude

Wuppertal. In Coronavirus-Epidemie-Tagen wie diesen wächst so mancher Idee eine ganz andere und größere Bedeutung zu. Die Friedrich-Engels-Hotline von Maik Ohlhoff und Rasmus Zschoch (vom Sommerloch) ist so eine. Während das Veranstaltungsprogramm des Engelsjahres von jetzt auf gleich brachliegt, können Engelshungrige in diesem vollautomatisierten Callcenter Texte des Revolutionärs abhören oder Nachrichten hinterlassen. „Das Angebot wird derzeit noch ausgebaut, eine Revolutionsseelsorge soll noch dazukommen“, erzählt Christoph Grothe, Geschäftsführer des städtischen Engels-Projektbüros, über eines seiner Highlights des Engels-Programms. Natürlich ging die Kunstaktion an den Start, bevor die drohende Krankheit das analoge Leben zu lähmen begann.

Dabei lief das Jubiläumsjahr zunächst wie am Schnürchen. Die Auftaktveranstaltung in und an der Wuppertaler Oper war sehr gut besucht und ein guter Start ins runde Geburtstagsjahr des berühmten Barmer Sohns. Der ins Internet gestellte Trailer von den Veranstaltungen in, an und neben der Oper sorgte dann dafür, dass etliche Anrufer von außerhalb bei Christoph Grothe anfragten, ob sie „da wohl was verpasst hätten“.

Überhaupt sei das Programm zunächst überaus gut angenommen worden, es seien viele Besucher zu den Veranstaltungen gekommen, die Stadtführungen hätten mit teilweise 60 Leuten sogar fast zu viel Zuspruch erfahren, so Grothe. Auch die Ausstellung im Neuen Kunstverein „Was hat das mit Engels zu tun“ sei noch grandios gestartet.

Hoffnung auf die Zeit nach dem 19. April

Die Absage der Internationalen Tourismusbörse in Berlin aber kam umso bitterer. „Wir wollten uns mit einem eigenen Stand präsentieren, Reiseveranstalter und überregionale Medien auf unser Programm aufmerksam machen. Die Tickets waren gebucht“, sagt Grothe. Nun aber wurden alle Veranstaltungen des von der Stadt koordinierten Engelsjahrprogramms bis zum Ende der Osterferien storniert. Die Liste der gestrichenen Angebote auf der Homepage von engels2020.de ist lang.

Sie sind zu dritt im Engelsbüro der Stadt, seit Anfang der Woche arbeiten immer zwei im Home-Office und einer im Verwaltungsgebäude Elberfeld. „Wir müssen uns erstmal eine Übersicht verschaffen, stehen dabei in Kontakt mit den Fördergeldgebern.“ Dabei gehe es auch um den Umgang mit Veranstaltungen, die etwa erst Ende Mai stattfinden sollen, aber jetzt vorbereitet werden müssen. Das Programmheft fürs zweite Vierteljahr (April bis Juni) ist seit letzter Woche fertiggestellt, wäre ein schönes Angebot, „wenn wir nach dem 19. April wieder weitermachen können“, hofft Grothe weiter.

Er sucht zeitgleich nach Wegen, wie Engels-Angebote im virtuellen Raum präsentiert werden können. „Wir denken da an Veranstaltungen ohne Publikum. Die Leute sind ja jetzt viel zuhause.“

Dennoch kann er eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen. „Ich persönlich finde es natürlich superschade, wir hatten so tolle Veranstaltungen, auf die ich mich so gefreut hatte“, sagt Grothe. Und was sagt der Jubilar dazu? „Hallo mein Name ist Friedrich Engels, was kann ich für Sie tun?“ antwortet die Hotline und bietet Rat in Sachen „Arbeit“, „Kapital“, Familie“ und vielen weiteren Themen des Alltags an.

ENGELSJAHR

HOTLINE Die Friedrich-Engels-Hotline ist unter Tel. (0202) 25 18 58 18 erreichbar.

ENGELSJAHR Das Engelsjahr ist eigentlich bis Februar 2021 geplant.

PROGRAMM Weitere Informationen zum Engelsjahr in Wuppertal (auch zu bereits stornierten Veranstaltungen) gibt es im Netz.

engels2020.de

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