Wetterextreme

Die Talsperren haben noch genug Wasser

+
Die schbachtalsperre

Die Regenmengen liegen seit vielen Monaten unter dem Durchschnitt. Das hinterlässt Spuren in den Talsperren des Bergischen Landes.

Von Michael Bosse

Starkregen im Frühjahr und Dürre im Sommer – die Wetterextreme des vergangenen Jahres stellen auch den Wupperverband vor etliche Herausforderungen. Und auch in diesem Jahr kann der Blick aufs Wetter in Zeiten des Klimawandels nicht unbedingt für Beruhigung sorgen. So fiel der April trocken und frühlingshaft aus. Die Auswertungen des Wupperverbandes zeigen, dass die Regenmengen an den Messstationen im Wuppergebiet deutlich unter dem monatlichen Durchschnitt lagen. Nennenswerte Regenmengen wurden lediglich zu Anfang und Ende des Aprils registriert.

So fielen an der Bever-Talsperre in Hückeswagen etwa 33 Liter pro Quadratmeter – der Durchschnittswert liegt dort bei 83 Litern. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen wurden insgesamt 30 Liter gemessen (Durchschnittswert hier: 69 Liter). In der Wuppertaler Kläranlage Buchenhofen fielen lediglich 27 Liter Regen. Der Durchschnittswert beträgt dort 72 Liter.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es damit den 13. Monat in Folge wärmer als im Durchschnitt. Seit 1881 seien noch nicht so viele Monate hintereinander zu warm gewesen, heißt es.

Beim Wupperverband verfolgt man die Entwicklung mit Sorge, muss aber bislang keinen Alarm schlagen. Derzeit seien die Talsperren im Verbandsgebiet noch gut gefüllt, weil es „viel Regen in den Wintermonaten“ gegeben habe, erklärt die Sprecherin des Wupperverbandes, Susanne Fischer. So sei vor allem der März „sehr nass“ gewesen. Auch der Dezember und der Januar hätten bei der Regenmenge „deutlich über dem Mittel“ gelegen.

Es wird weniger Wasser an die Dhünn abgegeben

Um etwa in der Großen Dhünn-Talsperre auch in länger anhaltenden Trockenzeiten ausreichend Wasser zu vorzuhalten, hat der Wupperverband bei der Bezirksregierung Köln beantragt, weniger Wasser an die Dhünn abgeben zu dürfen. Die Genehmigung wird vom Verband jeweils für einen Monat bei der Behörde beantragt und erteilt.

Seit Anfang dieses Jahres läuft diese Maßnahme, deren Auswirkungen regelmäßig überprüft und kontrolliert werden. Die Genehmigung erlaubt es dem Verband, die abgegebene Wassermenge so weit zu reduzieren, dass am Pegel in Leverkusen 700 Liter Wasser pro Sekunde ankommen. Im Normalfall sollten es ungefähr 1000 Liter pro Sekunde sein.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Kasino könnte die Kasse klingeln lassen

Kasino könnte die Kasse klingeln lassen

Der Protest gegen A-3-Ausbau wird stärker

Der Protest gegen A-3-Ausbau wird stärker

100 neue Arbeitsplätze entstehen in Sonnborn

100 neue Arbeitsplätze entstehen in Sonnborn

Ein Brief an Greta Thunberg

Ein Brief an Greta Thunberg

Mord an Wuppertalerin: Bekannter (35) stellt sich

Mord an Wuppertalerin: Bekannter (35) stellt sich

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren