Stromschiene stürzt ab

Schwebebahn droht nach Unfall eine Zwangspause

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Der Fahrer konnte sein Auto unverletzt verlassen.

WUPPERTAL Die Stromschiene traf ein Auto. Der Fahrer wurde jedoch nicht verletzt. Dem Schwebebahn-Betrieb droht eine mehrwöchige Zwangspause.

Die Schwebebahn steht für die nächsten Tage still — wahrscheinlich droht sogar eine Zwangspause von mehreren Wochen. Am Sonntagmittag gegen 13 Uhr hatte sich ein etwa 150 Meter langer Abschnitt der tonnenschweren Stromschiene am Haltepunkt Zoo/Stadion gelöst und war abgestürzt. An der Siegfriedstraße traf das Bauteil dabei ein Auto. Dessen Heck wurde massiv beschädigt, der Fahrer blieb allerdings unverletzt. Die WSW suchen nach der Ursache für den Zwischenfall. Wie lange es bis zur Wiederfreigabe der Strecke dauern wird, darüber gab es am Sonntag noch keine Erkenntnisse. In der Zwischenzeit läuft der Ersatzverkehr mit Bussen.

Der Schwebebahnbetrieb war zum Zeitpunkt des Unglücks bereits eingestellt, wie die WSW erklärten. Gegen 12.30 Uhr hatte ein Fahrer der Leitstelle eine lockere Stromschiene gemeldet. Daraufhin habe man die Fahrten gestoppt, so Sprecher Holger Stephan, und das Gerüstbauteam zur Haltestelle geschickt. Doch bevor das dort eintraf, stürzte das Bauteil ab. Vermutlich durch das hohe Eigengewicht, so Stephan. Nähere Erkenntnisse sollen in den kommenden Tagen folgen.

Wuppertaler Schwebebahn: Stromschiene stürzt herunter

Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen.
Eine Stromschiene löste sich von den Schwebebahn-Schienen. © Tim Oelbermann

Mit dem Schrecken davon kam Dominik Budschun. Der 34-Jährige stand an der Ampel zur Friedrich-Ebert-Straße, als die Schiene auf sein Auto krachte. „Es gab auf einmal einen Knall“, erzählt der Wuppertaler. Polizei und Feuerwehr seien schnell vor Ort gewesen, so Budschun. Zum Glück sei alles glimpflich verlaufen. „Nur ein Blechschaden.“ Auch einige Schaulustige sprachen von viel Glück im Unglück, dass zum Zeitpunkt des Absturzes keine Fahrradfahrer oder Fußgänger dort unterwegs waren.

Ähnliches Unglück vor fünf Jahren

Bei vielen wurden Erinnerungen wach an ein ähnliches Unglück vor fünf Jahren. Damals war ein mehr als 200 Meter langes Stück Stromschiene zwischen den Haltestellen Kluse und Landgericht abgerissen und auf die B7 gestürzt. Mehrere Fahrgäste mussten aus einer steckengebliebenen Schwebebahn befreit werden. Zunächst war damals von einer Zwangspause von mehreren Tagen ausgegangen worden — am Ende waren es sechs Wochen.

Dass es diesmal auch so lange dauern wird, wollen die WSW-Verantwortlichen nicht hoffen. Ulrich Jaeger, Geschäftsführer der WSW mobil GmbH, war am Sonntag vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen. Die schlechte Nachricht hatte ihn beim Sonntagsspaziergang ereilt, wie er erzählt. Was folgte, waren viele Telefonate und Gespräche mit Mitarbeitern, wie es weitergeht. Das wichtigste sei, „dass zum Glück niemandem etwas passiert ist“, so Jaeger, der Budschun persönlich die Unterstützung der WSW zusagte.

Das Bauteil, das zum Teil in der Wupper hing, wurde zunächst gesichert und anschließend per Schweißbrenner zerkleinert und abtransportiert, um die Brücke Siegfriedstraße wieder freizugeben.

Verkehrsdezernent Frank Meyer war zum Unglückszeitpunkt nicht in Wuppertal, ließ sich über sein Büro auf den aktuellen Stand bringen. „Das ist eine sehr ernste Angelegenheit“, so Meyer. „Und leider nicht der erste Zwischenfall dieser Art.“ Die WSW müssten nun genau nach der Ursache suchen und den Fall „lückenlos aufklären“. Im Zweifelsfall gehe die Sicherheit vor, betont der Dezernent. Dann müsse man in Kauf nehmen, dass die Schwebebahn längere Zeit nicht fährt. Gerade in der verkehrsreichsten Phase des Jahres sei das natürlich „ein Schlag ins Kontor“, so Meyer. „Ich sage aber noch mal: Sicherheit geht vor.“ red

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