Blick nach Burscheid

Strategiespieler laden nach Mittelerde ein

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Andreas Foerges, Felix Krüger und Anika Franz (von links) mit ihrem Tabletop Spielfeld.

Am 10. März veranstalten die „Bergischen Würfellöwen“ einen Tag der offenen Tür im Tri-Café in Burscheid.

Von Anja Wollschlaeger

Gnome, Monster und ein „Olifant“ stehen auf einer grünen Spiellandschaft im Tri-Café. Mit dem Aufbau stellten sich die „Bergischen Würfellöwen“ vor. Die achtköpfige Gruppe trifft sich monatlich an der Bürgermeister-Schmidt-Straße, um gemeinsam zu spielen.

Was sie spielen wirkt wie eine Mischung aus Modellbau, Schach und Teamsport. Das Spiel ist bekannt als „Tabletop“, was so viel bedeutet, wie „Tischplatte“ – und die muss für eine ordentliche Runde des Strategiespiels die Ausmaße eines größeren Esstischs haben. Darauf ausgebreitet wird die Spiellandschaft mit einer grünen Spielfläche auf der verschiedene Elemente platziert werden. Diesmal stellen etliche Modellbäume einen Wald dar, ein Sumpf und Hügel sind ebenfalls in Miniaturgröße aufgebaut. Dazwischen stehen die Spielfiguren. „Armeen“, wie Felix Krüger (28) erklärt. Jede Figur kann unterschiedliche Spielzüge ausführen, führt seine Mitspielerin Anika Franz (31) fort. Doch anders als beim Schach kennen Spieler diese nicht alle auswendig. Die fast endlose Vielfalt der Spielfiguren erfordert Handbücher, aus denen die Spielregeln hervorgehen. So dauert eine normale Partie etwa zwei Stunden.

Im Tri-Café hat das Team eine Heimat gefunden und sucht nun neue Mitspieler. Wer möchte kann sich als Spieler auch auf Turnieren messen. Das erste in Burscheid haben die Fans des Spiels schon auf einer Google-Karte gefunden. Wie Felix erklärt: „Turniere findet man entweder über solche Karten oder über Facebook-Gruppen“. Für den 17. März haben sich auf diesem Weg schon zwölf Mitspieler angekündigt.

Am 10. März lädt die Gruppe von 10 bis 18 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ins Tri-Café ein. Kostenlos führen die Würfellöwen dann ins Spiel ein, dessen Figuren und Spielzüge an die Fantasy-Welt von John Ronald Reuel Tolkien angelehnt sind. Entsprechend stehen „Mordor“, der Trollhäuptling und ein „Olifant“ auf dem Spielfeld.

Andreas Foerges (50) ist der Maler im Team. Sämtliche Figuren hat er von Hand detailreich bemalt. Er zeigt einen Zauberer, der kaum so lang wie ein kleiner Finger ist. Die Figur ist mit einem schillernden Mantel und sogar künstlichem Moos geschmückt. Foerges: „Ich male auch schon mal acht Stunden an einer Figur“ und sein jüngerer Mitspieler Felix erklärt: „Es ist ein bisschen wie früher mit den Zinnsoldaten.“

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