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Steinbeck: Trödelmarkt belebt Bahnhofsgelände

Alexander Erasmus Klein (l.) und Paul Echtermeyer organisieren den Flohmarkt in der Steinbeck. Foto:
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Alexander Erasmus Klein (l.) und Paul Echtermeyer organisieren den Flohmarkt in der Steinbeck.

Eigentümer des Geländes plant ab 2. Oktober regelmäßige Flohmärkte

Von Manuel Praest

Wuppertal. Die Steinbeck soll wieder Heimat eines regelmäßigen Trödelmarktes werden. Am 2. Oktober geht es los. Die Familie Klein, der ein gut 6500 Quadratmeter großer Teilbereich des riesigen Bahnhofsgeländes zwischen Steinbecker Meile und Viehhof-/Neviandtstraße gehört, will auf einem Zipfel ihres Areals zur Südstraße hin Platz für Trödelfans schaffen.

Wobei Zipfel ziemlich untertrieben ist. 50 bis 70 Stände in sieben Reihen sind geplant, Anmeldungen ab sofort möglich, erklärt Alexander Erasmus Klein. „Trödelmärkte erleben eine Renaissance“, ist der Wuppertaler, selbst großer Flohmarktfan, überzeugt. Die Idee, auf dem Gelände, das seine Familie vor gut drei Jahren erworben hatte, etwas in dieser Richtung zu organisieren, hatte er schon länger.

„Klamotten zum Beispiel oder Vintage-Möbel.“

Alexander Klein wünscht sich für den Trödelmarkt keine Neuware

Aktuell betreibt Klein, Geschäftsführer der Eventagentur pm2, der eigentlich aus der Veranstaltungsbranche kommt und zum Beispiel das Ölbergfest organisiert, in den Gebäuden am Bahnhof ein Testzentrum. Daneben soll ab Oktober nun der Flohmarkt laufen. Zunächst monatlich, sagt Klein. Grundsätzlich sei aber das Ziel, regelmäßig in der Steinbeck Veranstaltungen anzubieten.

Dass ein Flohmarkt in Planung ist, hatte schon vor längerer Zeit gerüchteweise die Runde gemacht – und nicht unbedingt nur für positives Echo gesorgt. Der Grund: Er wurde als Neuauflage des beliebten, aber alles andere als unumstrittenen Marktes an der Schwesterstraße gesehen. Davon distanziert sich Klein allerdings. „Die Schwesterstraße ist nicht unser Vorbild“, hebt er hervor. „Ich bin aufgewachsen mit dem Luisenfest“, erzählt er. Und auch in der Steinbeck gab es früher in alten Bahnhallen bereits einen großen Trödelmarkt, den er als Kind besucht habe. In deren Tradition sieht sich Klein nun bei seinen Planungen. „Neuware ist nicht unser Ziel.“ Der Fokus liege ganz klar auf Trödel und Gebrauchtem. „Klamotten zum Beispiel oder Vintage-Möbel.“ Kulinarische Angebote soll es auch geben. Zukünftig könne er sich dann auch vielleicht ein musikalisches Begleitprogramm vorstellen: „In Einklang mit der Nachbarschaft“.

Junges Publikum solle angesprochen werden. Ideal sei die ÖPNV-Anbindung, weshalb er nicht davon ausgehe, „dass viele mit dem Auto kommen werden“. Parkplätze stünden jedoch zur Verfügung. Die Verkehrssituation sorgte vorab, als die Gerüchte über den Markt aufkamen, zum Beispiel in der Elberfelder Politik für Diskussionen – eben weil die noch gut die Situation rund um den Markt an der Schwesterstraße in Erinnerung hatte. Klein sieht aber keine Probleme. Auch beim Corona-Drive-in-Zentrum laufe der Verkehr.

Allerdings: Es ist momentan noch ein temporärer Testlauf. „Bisher sind vier Veranstaltungen als Einzelveranstaltungen genehmigt“, sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann. „So können alle schauen, wie ein Trödelmarkt an diesem Standort ankommt. Wenn die Resonanz groß ist und es eine Dauerveranstaltung werden soll, braucht unser Verkehrsressort ein Gutachten.“Klein sieht sein Projekt aber auch durchaus als Impuls für die seit Jahrzehnten brachliegende Gesamtfläche des Bahnhofs im Herzen Elberfelds. Er sieht vor allem die Stadt in der Pflicht.

Allerdings ist ein großer Teil des Areals in der Steinbeck immer noch in Bahnbesitz. An den Vorgänger-Markt in der Steinbeck kann sich Hans-Jürgen Vitenius, langjähriger SPD-Bezirksbürgermeister für Elberfeld, noch gut erinnern. „Das ist aber schon sehr lange her“, sagt er schmunzelnd. Eine Reaktivierung würde er begrüßen. Eine Neuauflage der Schwesterstraße „ist meine Horrorvorstellung von Trödel“, sagt sein Nachfolger Thomas Kring (SPD). Das betreffe sowohl den Verkehr als auch das Angebot. Die Ankündigung Kleins beruhige ihn zumindest schon mal. Michael Dickmann, Vorsitzender des Bürgervereins Elberfelder Südstadt, freut sich auf den Flohmarkt. „Wenn irgendwo Trödel ist, dann gehe ich da gerne hin.“

Hintergrund

Ort: Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofgeländes an der Südstraße 50. Gesamtfläche: 4000 Quadratmeter.

Termin: Der Flohmarkt ist zunächst bis Ende des Jahres jeden ersten Samstag im Monat geplant. Start des Flohmarktes ist 6 Uhr, ein Standmeter kostet 12,50 Euro. Erste Interessenten für Trödel und Gastronomie können sich bereits jetzt per Mail anmelden.

info@steinbeckohg.de

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