Staupe-Virus in Wuppertal bestätigt

Fuchs ist positiv getestet worden.

Von Daniel Neukirchen

Wuppertal. Der Staupe-Virus ist in Wuppertal nachgewiesen worden. Auf Nachfrage bestätigte das Bergische Veterinäramt in Solingen, dass ein toter Fuchs aktuell positiv auf Staupe getestet wurde. Kürzlich erst traten im Kreis Mettmann mehrere Fälle der Tierseuche auf. Auch in Essen ist die Staupe angekommen.

Das sollte Tierhalter zum Aufhorchen bringen. Der Virus ist nämlich auf Hunde übertragbar und gilt als hoch ansteckend. Die Übertragung ist durch Speichel, Kot, Urin und Sekrete möglich. „Jetzt ist es noch gefährlicher als vorher, Hunde im Wald frei laufen zu lassen“, sagt Hegering-Vorsitzender Frank Auer.

Impfmüdigkeit der Hundebesitzer lässt die Staupe wieder aufkeimen

„Das sollte ein Appell an alle Hundebesitzer sein: Impft eure Hunde“, sagt Pressesprecherin Sabine Rische, die für das Veterinäramt zuständig ist. Mit einer Spritze lassen sich die Vierbeiner leicht vor der Krankheit schützen. Sie war daher seit der Einführung der Standard- Impfung vor rund 60 Jahren fast ausgestorben. Doch die Impfmüdigkeit einiger Besitzer und der Import kranker Tiere aus dem Ausland bereitet dem Virus wieder beste Voraussetzungen. Wie Rische bestätigte, ist der Staupe-Virus in Wuppertaler Wäldern gar keine Seltenheit: „Es erkrankt immer mal wieder ein Fuchs.“ Wahrscheinlich gebe es auch eine gewisse Dunkelziffer.

Während das Bergische Veterinäramt keinen Ansprechpartner vorhält, der weitere Fragen zu der Krankheit beantworten kann, ist das Veterinäramt der Nachbarn aus dem Kreis Mettmann auskunftsfreudiger: „Die hochansteckende Krankheit verläuft bei vielen Tieren, insbesondere bei Hunden, häufig tödlich. Sie tritt auch bei anderen Fleischfressern wie Waschbären, Mardern oder Wölfen auf.“ Symptome sind unter anderem Fieber, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Atemnot. Menschen sind nicht gefährdet.

Das Veterinäramt warnt vor dem Spiel mit dem Feuer: „Wenn sich ein ungeschützter Hund infiziert hat, gibt es keine wirksamen Behandlungsmethoden.“ Ist das Nervensystem angegriffen, bleibt das Einschläfern oft die letzte Option. Jäger Frank Auer weist darauf hin, dass im Wuppertaler Wald auch die Räude umgeht. Diese Milbenerkrankung ist im Gegensatz zur Staupe auch für Hauskatzen ansteckend.

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