Startschuss für Musical-Projekt „Bethlehem“

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So sieht eine Probe mit 2500 Sängern aus. Komponist Dieter Falk mit dem Chor vor der Aufführung des Musicals Luther. Foto: Creative Kirche

Die Premiere des neuen Stücks von Dieter Falk und Michael Kunze findet in Düsseldorf statt. Jetzt können sich Sänger und Chöre anmelden.

Von Dieter Sieckmeyer

Düsseldorf. „Leute, es gibt wieder was zu singen“, gab sich Dieter Falk zum Startschuss seines neuen Großprojektes ganz locker. Zum dritten Mal wagt sich der Düsseldorfer zusammen mit seinem Partner Michael Kunze an eine ganz große Geschichte.

„Bethlehem“ heißt das Chormusical, das am 5. Dezember nächsten Jahres im Rather Dome Weltpremiere feiern wird. Mit einem Mega-Chor aus 2500 Sängern, die sich ab sofort bewerben können. „Der Chor wird der Hauptdarsteller sein“, kündigte Michael Kunze an, der die Texte schreibt, während Falk zusammen mit seinem Sohn Paul für die Musik zuständig ist. Mit „Die zehn Gebote“ und „Luther“ hat das Duo schon zwei Großprojekte gestemmt.

„Rund 50 000 Menschen haben in den Chören mitgesungen“, ist Falk davon überzeugt, dass die erfolgreichen Projekte dazu beigetragen haben, dass gemeinsames Singen sich inzwischen zu einer Trend-Freizeitbeschäftigung entwickelt hat: „Viele Chöre sind auch nach der Teilnahme an dem Event gewachsen und haben neue Mitglieder gewonnen.“

Die Heiligen Drei Könige sind eigentlich Wissenschaftler

„Bethlehem“ soll dem Publikum über religiöse Grenzen hinweg etwas von der Botschaft der Weihnachtsgeschichte vermitteln. „Es gibt sehr viele Bezüge zur Gegenwart. Das beginnt damit, dass Menschen ein Zuhause suchen“, erzählt Falk.

Zusammen mit Michael Kunze will er Fragen stellen, was die Geschichte aus heutiger Sicht zu sagen hat. Kunze: „Da sind zum Beispiel die Heiligen Drei Könige. Die sind ja gar keine Könige, es sind Weise, Wissenschaftler also.“ Die werden als Gelehrte deutlich machen, wie sie mit dem Unerklärlichen umgehen.

Die Zuschauer begegnen Herodes, der um seine Macht kämpft, die aber nichts wert ist. Und Flüchtlingen, die niemand haben will. „Das Ganze wird auch sehr emotional“, versprechen die Protagonisten.

Solisten stellen die Fragen, der 2500-köpfige Chor antwortet

Im Mittelpunkt wird wie in den beiden Vorgänger-Projekten das Zusammenspiel der 2500 Chorsänger mit den zwölf Solisten auf der Bühne stehen. Die Künstler werden die Fragen stellen und der Chor soll die Antworten geben. Das sei dann die typische Form eines Oratoriums, sagt Dieter Falk. Die Solo-Parts übernehmen professionelle Musicaldarsteller. Außerdem werden ein großes Sinfonieorchester und eine Band bei „Bethlehem“ auf der Bühne stehen. Damit das alles klappt, wird schon jetzt mit den Proben begonnen.

Ab sofort können sich alle, die gern singen und sich auf einen großen Auftritt freuen, bei dem Projektchor anmelden. Das gilt nicht nur für Chöre, sondern auch für Einzelsänger. Bei den vergangenen Projekten von Dieter Falk hatten stets auch zahlreiche Teilnehmer aus dem Bergischen mitgemacht. Um sich optimal vorbereiten zu können, erhält jeder Teilnehmer nach erfolgreicher Anmeldung im Frühjahr eine Chorpartitur. Im März wird eine Chorleiterschulung stattfinden, die von dem Komponisten geleitet wird. Für Einzelsänger wird es eine zusätzliche Probe geben. Im August 2020 werden sich dann erstmals alle Sänger in der Essener Grugahalle zu einer so genannten „Kick-Off-Probe“ treffen.

In Kooperation mit der Evangelischen Kirche im Rheinland ist zunächst nur die Uraufführung am 5. Dezember 2020 im Düsseldorfer Dome geplant. Danach geht „Bethlehem“ dann auf Tournee quer durch die Republik.

Mehr Infos und Anmeldung im Internet unter: bethlehem-chormusical.de

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