Stars kommen in die Historische Stadthalle

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Ein Glanzlicht in der Stadthalle wird der Auftritt von Daniel Barenboim bei einem Extrakonzert des Klavierfestivals Ruhr. Foto: Michael Kappeler/dpa

Daniel Barenboim, Steve Hackett , Peter Kraus: Die Riege der Künstler zeigt, wie breitgefächert die Zielgruppe ist.

Von Lothar Leuschen

Wuppertal. Die Historische Stadthalle am Johannisberg ist das Aushängeschild Wuppertals. Jedes Jahr besuchen mehr als 200 000 Gäste die gut 500 Konzerte, Shows, Messen, Jubiläen, Verbandstreffen und Tanzabende. Damit ist das bauhistorische Juwel zwischen Hauptbahnhof und Schwimmoper eine wichtige Attraktion der Stadt.

Diesen Status will Geschäftsführerin Silke Asbeck mit ihrem Team in Zukunft noch ausbauen. Deshalb präsentiert sich die Stadthalle mit Partnern in Köln auf der Messe Meet Germany. Und deshalb hebt der Chef das Stadthallen-Aufsichtsrates, Rainer Spiecker, auch die zuletzt deutlich gestiegene Zahl an Hotelbetten in Wuppertal hervor. Das helfe, neue Veranstaltungen für das Haus zu gewinnen.

Im Zentrum des Programmes für das Jahr 2019/20 steht Altbewährtes. Am Donnerstag stellte Asbeck die Höhepunkte der Saison bis Mitte nächsten Jahres vor.

Klassik

Schon traditionell ist das Wuppertaler Sinfonieorchester am Johannisberg zu Gast. Zu den zehn Sinfoniekonzerten gesellen sich drei Chor-, sechs Kammer- und eine Vielzahl von Sonderkonzerten. Ein Glanzlicht des neuen Programms ist sicher der Auftritt von Daniel Barenboim in einem Extrakonzert des Klavierfestivals Ruhr, das nun schon zu einem festen Bestandteil des Stadthallenplanes geworden ist.

Ebenso außergewöhnlich ist die Konzertreihe Saitenspiel. Sie widmet sich diesmal jungen Komponisten, die in Konzentrationslagern der Nazis ermordet worden sind.

Am Beethoven-Jahr 2020 beteiligt sich die Historische Stadthalle am Weltumwelttag, 5. Juni, mit dem Beethoven Pastoral Project. Beethoven galt als großer Naturliebhaber, seine 6. Sinfonie ist beseelt vom harmonischen Miteinander von Mensch und Natur, das heute allerdings längst nicht mehr uneingeschränkt harmonisch ist.

Rock und Pop

Der Höhepunkt des Veranstaltungsjahres in der Historischen Stadthalle ist sicher der Auftritt des ehemaligen Genesis-Gitarristen Steve Hackett mit dem Sinfonieorchester. Classic meets Rock ist vielerorts mittlerweile eine feste Größe im Programm und nach Ian Anderson und Procol Harum hat Wuppertals Stadthalle mit Hackett wieder einen der ganz großen Rockmusiker für sich begeistern können.

National, wenn auch für ein anderes Publikum, zählt Peter Kraus zu den Großen des Rock ’n’ Roll. Er macht am 20. November dieses Jahres auf der Tour zu seinem 80. Geburtstag Station am Johannisberg.

Show und Gesang

Wie flexibel die Stadthalle ist, zeigt sich auch an der Schar der Show- und Konzertgäste. So ist die Halle für ruhigere Abende mit Konstantin Wecker oder Annett Louisan ebenso geeignet, wie für lebhaftere Stunden mit Götz Alsmann, dem Jazz-Trompeter Til Brönner oder auch Max Raabe.

Kabarett und Comedy

Unter anderem durch die Kooperation mit Martina Steimers Forum Maximum hat die Historische Stadthalle immer wieder auch namhafte Comedians und Kabarettisten zu Gast. Urban Priol, Hagen Rether und Kurt Kroemer gehören seit Jahren zu den Publikumsmagneten. Aber auch Kaya Yanar und Paul Panzer haben ihre Fans im Bergischen Land.

Bälle und Partys

Neben dem Uni-Ball hat sich der Ball Tango Argentino in der Historischen Stadthalle etabliert. Und auch die Abi-Bälle verschiedener Schulen gehören immer schon ins Programm, auch wenn deren Sinn wegen der Kosten diskutiert wird. Stadthallen-Geschäftsführerin Silke Asbeck freut sich ausdrücklich über die jungen Gäste, nicht in erster Linie wegen des Umsatzes, sondern weil sie durch solche Bälle die Gelegenheit hat, einem jungen Publikum das Haus zu zeigen. Die Stadthalle gehe mit dem Thema sehr transparent um. „Wir machen Workshops mit den Schülern, damit alles so funktioniert, wie die Abiturienten sich das wünschen.“

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