Opernhaus der Zukunft

Standortprüfung für Neubau schreitet voran

Noch steht die Deutsche Oper am Rhein in der Heinrich-Heine-Allee. Archivfoto: Maja Hitij/dpa
+
Noch steht die Deutsche Oper am Rhein in der Heinrich-Heine-Allee.

Düsseldorf. Die Projektgruppe „Opernhaus der Zukunft“ hat einige Orte in der Landeshauptstadt für den Neubau beziehungsweise für eine Interimsspielstätte der Oper in den engeren Fokus gerückt.

Von Stephan Eppinger

Zum Beginn der Standortprüfungen wurden zunächst rund 30 Orte identifiziert, an denen eine Oper entstehen könnte. Dabei wurden zunächst ausschließlich die Flächenbedarfe eines möglichen Neubaus beziehungsweise eines Interims zugrunde gelegt.

In einem zweiten Schritt wurden die rund 30 Standorte hinsichtlich der Kriterien Zentralität, Verfügbarkeit und technische Machbarkeit untersucht. Nach der Prüfung konnten vier Standorte für die sogenannte Short-List-Neubau und fünf für eine Interimslösung als grundsätzlich möglich identifiziert werden. Für jeden dieser Standorte müsste das Baurecht geschaffen und mit den jeweiligen Gegebenheiten nach einer Entscheidung zum Standort entsprechend umgegangen werden.

An diesen Standorten könnte das Opernhaus der Zukunft entstehen

Hinsichtlich eines möglichen Neubaus stehen folgende Standorte auf der Short-List: die Heinrich-Heine-Allee (aktueller Standort), Am Wehrhahn 1, der Rheinpark Golzheim und der Medienhafen (Kesselstraße).

Hinsichtlich einer möglichen Interimslösung stehen folgende Standorte auf der Short-List: die Mitsubishi Electric Halle (frühere Philipshalle), der Nordpark/Engländerwiese, der Simon-Gatzweiler-Platz, Messeparkplatz, die Fläche westlich des Amtsgerichts und die Heinrich-Heine-Allee.

Darüber hinaus wurden in dem Arbeitskreis Heinrich-Heine-Allee die Belange des Denkmalschutzes in Bezug auf das Bestandsopernhaus und den Hofgarten sowie der wasserwirtschaftlichen und klimatischen Aspekte des Hofgartens betrachtet. Die Bewertung und Abwägung der vorgenannten Aspekte hängen von der jeweiligen Sanierungs- beziehungsweise Neubauvariante und den damit verbundenen jeweiligen Eingriffen in die Bausubstanz oder den Hofgarten ab. Für eine erste Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollen in einer Nutzwertanalyse die verschiedenen Kriterien für die vier Standorte der sogenannten Short-List zusammengestellt und bewertet werden.

Die Oper vertieft aktuell unter Beteiligung externer Experten in mehreren Gesprächsrunden und Workshops die Visionen für ein Opernhaus der Zukunft. In drei „think tanks“ werden ausgehend von den „Zehn Thesen zum Opernhaus der Zukunft“ Ideen, Anstöße und Konzepte erarbeitet. Die einzelnen „think tanks“ beschäftigen sich mit den Themenbereichen Visionäres Nutzungskonzept, Öffnung – Oper für alle und Place to be – das Publikum im Fokus. Die Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Opernhauses soll Ende des Jahres im Stadtrat getroffen werden.

Das Opernhaus der Zukunft soll laut der Stadtverwaltung eine Oper für alle werden. Daher sind alle Bürger aufgerufen, sich zu beteiligen. Am 25. August findet das nächste Dialogforum statt. Plakate in den Fenstern der Alten Kämmerei am Marktplatz direkt neben dem Rathaus informieren ebenso über die Bürgerbeteiligung wie die Webseite, die vertiefende Informationen bietet, kontinuierlich aktualisiert wird sowie die Möglichkeit, jederzeit eigene Anregungen zum Opernhaus der Zukunft einzureichen.

www.dialog-opernhaus-duesseldorf.de

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Die zehn schönsten Regen-Songs aller Zeiten
Die zehn schönsten Regen-Songs aller Zeiten
Die zehn schönsten Regen-Songs aller Zeiten
Fünffache Kindstötung in Solingen: Mutter der Angeklagten setzte Notruf ab
Fünffache Kindstötung in Solingen: Mutter der Angeklagten setzte Notruf ab
Fünffache Kindstötung in Solingen: Mutter der Angeklagten setzte Notruf ab
„Einarmige Prinzessin“ macht vielen Menschen Mut
„Einarmige Prinzessin“ macht vielen Menschen Mut
Der Theatersommer 2021 beginnt im Biergarten
Der Theatersommer 2021 beginnt im Biergarten
Der Theatersommer 2021 beginnt im Biergarten

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare