Rheinufer

Stadtstrand sorgt weiter für viel Kritik

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Löcher für Sonnenschirme am Düsseldorfer Stadtstrand verärgern die Politiker. 

DÜSSELDORF Kleine Schirme, bunte Fähnchen und Löcher in der Wiese stoßen in Düsseldorf auf Unmut.

Von Alexander Schulte

Die ersten beiden Stadtstrände am Rheinufer ziehen weiterhin zum Teil ätzende Kritik auf sich, vor allem unterhalb der Promenade am Kit. Dass die Betreiber von „Küssdenfrosch“ jetzt auch hier kleine Schirme und bunte Fähnchen in Reihe platziert haben, bringt FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mächtig in Rage.

„Schirmchen, Girlanden und Fähnchen am Stadtstrand: Sind wir jetzt an einem Verkaufsstand von gebrauchten Autos?“, wettert sie. Auch der alte „Tunnelbaumeister“ Erich Waaser schimpft: „Ich habe schon im Februar gesagt, dass es grober Unfug ist, Container und Foodtrucks an einer der exponiertesten Stellen der Stadt aufzustellen.“ Strack-Zimmermann wiederum regt auf, dass die Betreiber jetzt neun Löcher in die Wiese gebohrt haben, um darin große Sonnenschirme fest verankern zu können. „Wer hat erlaubt, dass da in den Boden gebohrt wird?“ Und sarkastisch in Richtung Koalitionspartner Grüne: „Ein überzeugendes grünes Umweltprojekt.“

Die Grünen wundern sich über die Heftigkeit der Kritik

Nun haben im Rathaus in der Tat besonders die Grünen das Konzept von „Küssdenfrosch“ begrüßt, deren Expertin Iris Bellstedt wundert sich über die Heftigkeit der Kritik: „Es wird unheimlich aufgebauscht, da betreiben manche eine Stimmungsmache, die völlig unangemessen ist.“ Offenbar befänden sich manche schon im Wahlkampfmodus. Bellstedt: „Die FDP hat ja von Anfang an auch eine Ballermann-Atmosphäre an die Wand gemalt, obwohl davon nun wirklich keine Rede sein kann.“ Auch die Grünen hätten kleinere Kritikpunkte gehabt, die habe man aber mit dem Betreiber besprochen. Bellstedt schlägt vor, dass jetzt rasch eine größere Runde mit Verwaltung, Politik und Betreiber über die Stadtstrände diskutiert.

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