Nach Angriff

Stadtdirektor will Sicherheitsschleusen für Wuppertaler Ausländerbehörde prüfen lassen

Das Haus der Integration in Wuppertal.
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Das Haus der Integration in Wuppertal.

Der Zugang für die Gäste wäre dann, ähnlich wie am Flughafen, nur nach einer eingehenden Prüfung möglich. Das ist nur ein Punkt eines Maßnahmen-Pakets nach dem Messer-Angriff in der vergangenen Woche.

Wuppertal. Nach dem Messerangriff auf eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde in der vergangenen Woche hat die Stadt erste Maßnahmen für eine erhöhte Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden getroffen (die WZ berichtete).

Wie Stadtdirektor Johannes Slawig mitteilte, werde nun auch geprüft, „ob es darüber hinaus Sicherheitsschleusen geben wird, wie es an Flughäfen üblich ist.“

Das Maßnahmen-Paket der Stadt betrifft zwei Bereiche. Sofort umgesetzt wurden neue Sicherheitsmaßnahmen: So ist der Sicherheitsdienst gewechselt worden, ein neuer Sicherheitsdienst ist schon seit dieser Woche im Einsatz. Die Zahl der Sicherheitsleute ist auf sechs Personen aufgestockt worden, sie sollen langfristig für eine sichere Eingangssituation sorgen.

Der zweite Bereich betrifft die personelle Ausstattung der Ausländerbehörde. Um lange Wartezeiten bei den Antragstellern zu vermeiden, werden 10 neue Stellen eingerichtet. Sie werden mit Mitarbeitern besetzt, die heute bereits für eine Zeitarbeitsfirma in der Ausländerbehörde arbeiten und nun fest bei der Stadt eingestellt werden. „Das hat den Vorteil, dass die Mitarbeiter nicht neu eingearbeitet werden müssen“, so Slawig.

Außerdem sollen die nicht besetzten Stellen – von 100 Planstellen sind das aktuell 12 – mit Hochdruck neu besetzt werden. Fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten bereits dafür ausgewählt werden, sieben weitere Stellen sollen ebenfalls zügig besetzt werden.

Zu den Sofortmaßnahmen gehört auch das Angebot von psychosozialer Unterstützung für die Kollegenschaft. „Dieser Vorfall war für die betroffene Kollegin, aber auch alle anderen Mitarbeiter ein traumatisches Erlebnis“, erklärt Sozialdezernent Stefan Kühn. Zur Unterstützung der Mitarbeiter bei der Verarbeitung des Vorfalls biete die Stadt langfristige Hilfsangebote an.

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