Wuppertal

Nachtbürgermeister: Stadt hat kein Geld

Er sollte im Luisenviertel nachts Konflikte schlichten.

Von Anne Palka

Wuppertal. Ein Nachtbürgermeister sollte die Konflikte im Wuppertaler Luisenviertel schlichten. Nicht als Strafzettel-Verteiler, sondern als Schlichter zwischen Anwohnern, Gastronomie und Besuchern. Die Stadtverwaltung hat dafür ein Konzept entwickelt und wollte jährlich einen Zuschuss von 50.000 Euro zahlen, die Umsetzung sollte ein sozialer Träger übernehmen. Doch aus diesem Projekt wird voraussichtlich nichts.

Im aktualisierten, weil noch knapper gewordenen Haushaltsentwurf hat die Verwaltung das Geld wieder gestrichen. Die letzte Entscheidung darüber trifft der Rat. Die Politik verhandelt im Sommer, wie die Prioritäten gesetzt werden – der Nachtbürgermeister konkurriert dabei aber mit einer ganzen Liste an weiteren Projekten, die eigentlich geplant waren, aber keine städtische Pflichtaufgabe sind.

„Hinsichtlich der Wirksamkeit eines Nachtbürgermeisters war ich vorher schon immer etwas skeptisch, erst recht bei Unterfinanzierung“, sagt der Elberfelder Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD). „Es tut mir wirklich leid um die Mühe, die von der Stadt da reingesteckt wurde. Jetzt müssen wir schauen, wie wir weiterkommen.“

Die Idee eines Nachbürgermeisters geht auf einen gemeinsamen Antrag von CDU und Grünen im Stadtrat zurück. Die Politiker verweisen dabei auf gute Erfahrungen zum Beispiel in Mannheim und Amsterdam.

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