Sparkasse kündigt Negativzinsen an

Wuppertal: Bank empfiehlt Wertpapiere

Wuppertal -ab/red- Die Stadtsparkasse Wuppertal hat in ihrer Jahresbilanzkonferenz die Einführung von Negativzinsen angekündigt. Ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent werde zunächst für Neukunden ab einer Gesamteinlage bei der Stadtsparkasse in Höhe von 100 000 Euro berechnet, kündigte Sparkassenvorstand Axel Jütz an. Dazu müsse mit den Neukunden eine Rahmenvereinbarung getroffen werden.

Für Bestandskunden schließt Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse, eine vergleichbare Regelung für die Zukunft nicht aus. Bis dahin müssten aber die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sein. Auch dann werde die Stadtsparkasse zunächst Rahmenvereinbarungen mit den Kunden abschließen. Einen Termin für diesen Schritt gibt es aber noch nicht.

Minus 0,5 Prozent ist der Zins, zu dem Sparkassen kurzfristig Geld parken können. Axel Jütz kündigte an, dass die Stadtsparkasse diesen Zins an die Kunden weitergeben werde.

Der Druck nimmt zu: 6,3 Milliarden Euro haben Privat- und Firmenkunden bei der Stadtsparkasse insgesamt angelegt. Die Kundeneinlagen bei der Sparkasse wuchsen infolge der Konsumzurückhaltung und der Berechnung von Verwahrentgelten bei Mitbewerbern deutlich an. „Man kann hier durchaus von einer Einlagenflut sprechen“, sagt Vorstandsmitglied Axel Jütz.

Der Anstieg der Einlagen bei den Privatkunden im Jahr 2020 beläuft sich auf 400 Millionen Euro, bei den Unternehmen auf 250 Millionen Euro. Jütz warb angesichts der anhaltenden Niedrig- beziehungsweise Nullzinsphase bei den Kunden der Sparkasse für die Geldanlage in Wertpapieren und Aktien. „Der Vermögensaufbau in Wertpapieren muss bei dem dauerhaft niedrigen Zinsniveau zur Selbstverständlichkeit werden, um den Wert des eigenen Vermögens zu sichern“, erklärte Vorstandsvorsitzender Gunther Wölfges.

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt. Mehr Kunden nutzen die Sparkassen-App. Und die Kunden nutzen in der Pandemie zunehmend kontaktloses Zahlen mit Sparkassen-Card und Smartphone. Rückläufig ist der Umlauf von Bargeld über die Geldautomaten.

Die Anzahl der Firmenkunden stieg auf 21 100 an. Die Sparkasse hat mit Corona-Darlehen in Höhe von nahezu 150 Millionen Euro zur Liquiditätssicherung beigetragen und tausendfach Tilgungserleichterungen ermöglicht. Das Corona-Jahr 2020 weise keine Auffälligkeiten in Bezug auf Kreditausfälle auf, sagte Gunther Wölfges.

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