Wipperkotten und Balkhauser Kotten

Solinger Wahrzeichen benötigen weiter Hilfe

Blick auf die alte Welle und die Überreste des Radhauses. Ein neues Wasserrad wird demnächst eingebaut. Foto: Reinhard Schrage
+
Blick auf die alte Welle und die Überreste des Radhauses. Ein neues Wasserrad wird demnächst eingebaut.

Solingen. Viele Schritte bei der Sanierung des Wehrs am Wipperkotten nach den Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe seien bereits erfolgt.

Von Kristin Dowe

Das berichtet der Vorsitzende des Fördervereins Schleiferei Wipperkotten, Reinhard Schrage. „Die unteren Gefache zwischen den Holzbalken wurden bereits erneuert und auch die Erneuerung der Wasserkraftanlage ist auf einem guten Weg.“ So wurde das alte Wasserrad bereits ausgebaut – ein neues Exemplar mitsamt der Halterung, die sogenannte Welle, soll in den kommenden Tagen montiert werden.

Viele Solinger Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen hätten laut Schrage in den vergangenen Wochen großzügig für die Sanierung des stark beschädigten Wehrs gespendet, so dass insgesamt eine Summe von rund 40 000 Euro zusammengekommen sei. „Das ist schon eine riesengroße Hilfe“, sagt Schrage dankbar, der das bisherige Spendenaufkommen keineswegs kleinreden will. Dennoch benötige die Anlage dringend weitere finanzielle Unterstützung – es bestehe ein Gesamtbedarf von etwa 150 000 Euro.

Denn auch Ober- und Untergraben sowie die Uferbefestigungen seien durch das Hochwasser zerstört worden. Eine Fachfirma habe die geschätzte Höhe der Schäden ermittelt. „Das kann der Förderverein nicht allein stemmen“, so Schrage, der deshalb dringend weiter um Spenden bittet. Führungen könnten aufgrund der laufenden Reparaturarbeiten aktuell nicht stattfinden.

Auch der Balkhauser Kotten, an dem das Hochwasser ebenfalls auf dramatische Art wütete, kann Unterstützung weiterhin gut brauchen. „Die Trocknung dauert immer noch an“, berichtet Nicole Molinari, Vorsitzende des Fördervereins. Hatte das Team eine Wiedereröffnung des Schleifermuseums ursprünglich für Anfang des kommenden Jahres geplant, rechne sie nun frühestens mit März 2022, so Molinari. Ein Bauschadensgutachten der Stadt stehe aktuell noch aus, ansonsten sei die Situation unverändert. „Man kann sagen: Still ruht der See.“

Wer die Solinger Kotten unterstützen möchte, kann dies auf deren Internetseiten tun. Dort sind auch die jeweiligen Spendenkonten aufgeführt.

www.schleiferei-wipperkotten.de www.balkhauser-kotten.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Von Kabul ins Küllenhahner Lädchen
Von Kabul ins Küllenhahner Lädchen
Von Kabul ins Küllenhahner Lädchen
Keine Impfstoffproduktion mehr in Wuppertal
Keine Impfstoffproduktion mehr in Wuppertal
Keine Impfstoffproduktion mehr in Wuppertal
Tunnel der Nordbahntrasse wird zeitweise gesperrt
Tunnel der Nordbahntrasse wird zeitweise gesperrt
Tunnel der Nordbahntrasse wird zeitweise gesperrt
Urteil zu Schrottimmobilien ein „gutes Signal“
Urteil zu Schrottimmobilien ein „gutes Signal“
Urteil zu Schrottimmobilien ein „gutes Signal“

Kommentare