Sanierung

Theater und Konzerthaus schließt zwischen Juli und November

Fußböden und viel Technik müssen im Theater und Konzerthaus im Jahr 2022 erneuert werden. Dazu wird das Haus zwischen Juli und November geschlossen. Einen Spielbetrieb gibt es trotzdem. Archivfoto: Christian Beier
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Fußböden und viel Technik müssen im Theater und Konzerthaus im Jahr 2022 erneuert werden. Dazu wird das Haus zwischen Juli und November geschlossen. Einen Spielbetrieb gibt es trotzdem.
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Haus muss von Juli bis November 2022 saniert werden. Symphoniker weichen nach Remscheid aus.

Von Philipp Müller

Solingen. Bauliche Mängel machen im kommenden Jahr eine mehrmonatige Schließung des Theaters und Konzerthauses nach der Sommerpause nötig. Auf Anfrage der CDU-Fraktion im zuständigen Kulturausschuss stellte das Kulturmanagement der Stadt gestern vor, wie trotzdem ein Spielbetrieb aufrechterhalten wird.

Sanierung: Als Grund werden vor allem sicherheitsrelevante Mängel im Gebäude angeführt. Das führt zu Instandhaltungs-, Sanierungs- und Erneuerungsschritten in der Zeit zwischen Juli und November 2022. Das Kulturmanagement nennt diese vier Hauptarbeiten: Erneuerung des Bühnenbodens Theater, Estrich- und Oberbodenerneuerung im Foyer Theater des 1. Obergeschosses, Erneuerung der Bühnentechnik im Konzertsaal sowie Erneuerung der Beleuchtung Bühne Konzertsaal. Rund 2,5 Millionen Euro werde das kosten. Die Verwaltung weist aber daraufhin, dass wegen der „der aktuellen Marktlage die Ausschreibungsergebnisse zurzeit sehr schwierig zu prognostizieren“ sind.

Bergische Symphoniker: Das Orchester wird die für Solingen geplanten Konzerte zusätzlich in Remscheid im Teo Otto Theater spielen. Davon betroffen sind unter anderem die ersten vier Philharmonischen Konzerte.

Theaterbetrieb: Viele Termine werden verschoben. Das Kulturmanagement will die Schließung aber auch nutzen, um neue Formate zu stärken. Genannt wird die Reihe „Wir gehen raus“. Dabei möchte die Verwaltung vor allem Open-Air-Shows anbieten, die sich im Stadtgebiet verteilen. Die seit dieser Spielzeit neu etablierte Reihe „Open Stage“ mit junger Livemusik wird im Monkey’s stattfinden. Um auch ungewöhnliche Spielorte nutzen zu können, sei das Kulturmanagement bereits „im regen Austausch“ mit dem Brachland-Ensemble, das eine Landesförderung für ein großes Projekt unter dem Titel „Humanotop“ zum Thema „Gesellschaft der Zukunft“ in Kooperation mit weiteren Städten aus NRW initiieren.

Neues Konzept: Da das Theater mit Fördermitteln des Landschaftsverbands Rheinland gerade ein neues Konzept für die Räume und das Programm sucht, wollte die CDU wissen, ob sich daraus nicht im Anschluss unnötig neue Arbeiten ergeben würden. Das Kulturmanagement verweist dabei auf die Dringlichkeit der zu beseitigenden Mängel. Das neue Konzept müsse noch durch die Politik verabschiedet werden. Es sei unklar, wie hoch die Kosten der Umsetzung des Konzepts seien und wer diese am Ende zu schultern habe.

Fördermittel

Um mehr Kulturprogramm im gesamten Stadtgebiet zu ermöglichen, möchte das Kulturmanagement die Einwerbung von Drittmitteln aus Fördertöpfen zentralisieren. Das schlägt es auf Anfrage der SPD-Fraktion im Kulturausschuss vor. Das setzte jedoch einen längeren Vorlauf und organisatorische Untersuchungen voraus, teilt die Verwaltung mit. Viele Aufgaben ließen sich aber zusammenfassen für eine neue „Kulturmarke“.

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