Nach dem Hochwasser

Flutopfer erhalten 100 000 Euro aus Burger Armenfonds

Das Hochwasser hat Mitte Juli in Unterburg immense Schäden an und in den Häusern angerichtet. Archivfoto: Michael Schütz
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Das Hochwasser hat Mitte Juli in Unterburg immense Schäden an und in den Häusern angerichtet. Archivfoto: Michael Schütz
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Katholische Gemeinde leistet Soforthilfe.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Liste der Bedürftigen ist nach der Flut an der Wupper und ihren Zuflüssen groß. An 20 Unterburger Familien hat die Katholische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer jetzt Soforthilfen in Höhe von insgesamt 100 000 Euro ausgezahlt. Das Geld stammt aus dem Armenfonds der früheren Burger Kirchengemeinde St. Martinus. Bei dem Bemühen, das Geld sinnvoll zu verteilen, hätten zwei ehrenamtliche Burger Frauen und die Caritas geholfen, schildert Pfarrer Michael Mohr.

Der Burger Armenfonds besteht bereits seit vielen Jahren. Er wird unter anderem aus Miet-, Pacht- oder Zinserträgen, Schenkungen oder Erbschaften gespeist. Nach Mohrs Worten war es „eine glückliche Fügung“, dass der Fonds zum Zeitpunkt der Juli-Flut gut gefüllt gewesen sei.

Die Verteilung der Soforthilfen hat bei der Katholischen Kirchengemeinde Verwaltungsleiter Walter Jungen koordiniert. Kontakt zu Bedürftigen hätten vor allem die zwei Burger Ehrenamtlichen hergestellt, berichtet er. Dann habe man zusammen mit allen Kooperationspartnern eine Liste mit vier Prioritätenstufen erstellt. Entscheidend sei unter anderem gewesen, wie hoch der jeweilige Schaden ist, ob die Betroffenen Geld von einer Versicherung erhalten und ob sie mit anderen Hilfen rechnen können, zum Beispiel von der Gerd-Kaimer-Stiftung oder der Caritas. Welcher religiösen Konfession die Geschädigten angehören, habe keine Rolle gespielt, betont Mohr.

Schwerpunkthilfen statt „Gießkannenprinzip“

Bewusst hätten sich die Kooperationspartner für eine Schwerpunktsetzung entschieden, sagt Jungen. 100 000 Euro nach dem „Gießkannenprinzip“ zu verteilen, hätte für die Einzelnen nicht die entsprechende Wirkung gehabt.

Wichtig ist Mohr auch, dass die Gemeinde im Zusammenhang mit den Soforthilfen auch auf ihre seelsorgerischen Angebote hinweise. Hier sei der Bedarf in den vergangenen Wochen eher gestiegen. Für die Betroffenen sei es oft wichtig, wenn sich jemand die Zeit nimmt, ihnen zuzuhören oder wenn sie sich die Sorgen „von der Seele schreiben“ könnten, erklärt der Pfarrer.

Auch die materielle Hilfe wird fortgesetzt. Derzeit kläre man laut Mohr den Bedarf, der auch in anderen Orten an der Wupper bestehe.

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