Verkehr

Ausbau der A 3: IHK ist für Standstreifen-Lösung

Blick auf die Dauerbaustelle A 3 zwischen Hildener Kreuz und Raststätte Ohligser Heide. Der Ausbau ist ab 2030 geplant. Archivfoto: Christian Beier
+
Blick auf die Dauerbaustelle A 3 zwischen Hildener Kreuz und Raststätte Ohligser Heide. Der Ausbau ist ab 2030 geplant.
  • Manuel Böhnke
    VonManuel Böhnke
    schließen

Solingen. Wird die Autobahn 3 zwischen Opladen und Hilden auf vier Spuren pro Fahrtrichtung ausgebaut?

Von Manuel Böhnke

Gegen diese Pläne hat sich die Vollversammlung der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) in ihrer jüngsten Sitzung ausgesprochen. Zwar befürworten die Unternehmer eine Kapazitätserweiterung. Diese solle jedoch möglichst durch die Freigabe der Standspur erfolgen. Das sei die bevorzugte Lösung, die prioritär und bei positivem Ergebnis zügig geplant und umgesetzt werden sollte.

Der vierstreifige Ausbau ist im gültigen Bundesverkehrswegeplan vorgesehen. Als Alternative wird seit längerem die Seitenstreifenfreigabe bei hohem Verkehrsaufkommen diskutiert. Für Thomas Wängler hat diese Variante einige Vorzüge. Der für Standortpolitik, Verkehr und Öffentlichkeitsarbeit zuständige IHK-Geschäftsführer führt unter anderem deutlich geringere Kosten als bei einem Komplettausbau sowie einen geringeren Flächenverbrauch an. Darüber hinaus ermögliche sie eine „bedarfsgerechte Steigerung der Verkehrskapazität“ und sei schneller umsetzbar.

Die Autobahn GmbH kann sich diese Lösung derzeit nur zeitlich befristet bis zum Ausbau vorstellen. Dies werde mit dem „Allgemeinen Rundschreiben Straßenbau Nr. 20“ des Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2002 begründet, erklärt Wängler. Darin geht es unter anderem um Verkehrssicherheit. Doch inzwischen gebe es bundesweit funktionierende Standstreifen-Lösungen, unter anderem auf der A 3 nördlich des Kreuz Hilden. „Frühere Befürchtungen, dass hierdurch die Unfallzahlen steigen, haben sich nicht bewahrheitet. Moderne digitale Verkehrslenkungsmaßnahmen schaffen hier zuverlässig Sicherheit“, führt Wängler aus.

Auch die Stadt Hilden fordert die Nutzung der Standspur

Es sei an der Bundespolitik, eine Entscheidung über die Zukunft des A 3-Abschnitts zu treffen. Nach Einschätzung des IHK-Geschäftsführers stehen die Chancen für eine Änderung des Plans „nicht schlecht“.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

So fließt der Verkehr bei Großveranstaltungen auf Schloss Burg
So fließt der Verkehr bei Großveranstaltungen auf Schloss Burg
So fließt der Verkehr bei Großveranstaltungen auf Schloss Burg
A 3: Sperrung für neue Schilderbrücken
A 3: Sperrung für neue Schilderbrücken
Ex-Dezernent muss sich vor Gericht verantworten
Ex-Dezernent muss sich vor Gericht verantworten
Ex-Dezernent muss sich vor Gericht verantworten
Busfahrerin verliert Kontrolle und klemmt Taxi ein
Busfahrerin verliert Kontrolle und klemmt Taxi ein
Busfahrerin verliert Kontrolle und klemmt Taxi ein

Kommentare