Bildung

Uni setzt wieder auf mehr Präsenzlehre

Die verschiedenen Ebenen der Bibliothek sind wieder geöffnet. Auch ansonsten soll der Uni-Betrieb in Wuppertal sich langsam wieder normalisieren. Symbolfoto: Julia Wäschenbach/dpa
+
Die verschiedenen Ebenen der Bibliothek sind wieder geöffnet. Auch ansonsten soll der Uni-Betrieb in Wuppertal sich langsam wieder normalisieren.

Mensen werden geöffnet, Seminare finden statt.

Von Martin Wosnitza

Wuppertal. Im Sommersemester war der Campus Wuppertal wie leergefegt. Aufgrund der Corona-Pandemie fand Uni@Home statt. Studenten verfolgten Seminare und Vorlesungen am heimischen Bildschirm. Die Uni-Bibliothek musste schließen und das Hochschul-Sozialwerk (HSW), dass die Mensen und Cafeterien am Campus betreibt, schickte seine Mitarbeiter in Kurzarbeit. Mittlerweile ist etwas Normalität eingekehrt. Bücher können wieder ausgeliehen werden und auch für ein Mittagessen ist gesorgt.

Doch wie geht es weiter? „Unsere Prämisse ist es, für das kommende Wintersemester unseren Studenten, und hier vor allem den Erstsemestern, so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten“, erklärt Jasmine Ait-Djoudi, Leiterin der Universitätskommunikation. Daneben sollen Studenten in der Studienabschlussphase priorisiert werden. Konkret bedeutet das: Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen können – unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregelungen – an der Uni stattfinden. Alles andere erfolgt online.

Viel hängt vom Fach ab

Ende 2019 starteten rund 4000 Studenten neu an der Uni Wuppertal. Insgesamt waren mehr als 23000 eingeschrieben. „Bisher gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die Zahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich nach oben oder unten abweichen könnten“, erklärt Ait-Djoudi.

Coronabedingt sei das Einschreibefenster weiter geöffnet worden, wodurch „täglich weitere Studenten hinzukommen“. Exakte Zahlen würden erst im Dezember vorliegen.

Wer davon wie oft die Uni sehen darf, hängt vom Fach ab, wie Ait-Djoudi ausführt: „Fächer, die auch im Normalbetrieb mehr mit kleineren Veranstaltungsformaten wie zum Beispiel Seminaren arbeiten, werden mehr Präsenzveranstaltungen anbieten können, als solche, bei denen große Vorlesungen üblich sind.“

Das HSW plant, alle neun Mensen und Cafeterien wieder in Betrieb zu nehmen. „Allerdings unter strengen Corona-Auflagen“, wie Geschäftsführer Fritz Berger betont. Das bedeutet: „Wir werden nur noch ein Viertel der Plätze anbieten.“

Um die Gästeströme zur Mittagszeit steuern zu können, sollen die Mensaplätze vorab buchbar sein. „In der übrigen Zeit werden wir in der Hauptmensa ebenfalls buchbare Arbeitsplätze für die Online-Veranstaltungen zur Verfügung stellen“, so Berger.

Der Asta an der Uni Wuppertal, die Studentenvertretung, will, wie Nico Quittmann ausführt, das Semester kritisch begleiten: „Bei dem Hybridsemester wollen wir besonders darauf achten, dass alle Kurse auch online zu bestehen sind, alle Leistungen auch online abzulegen sind, keine Anwesenheitspflicht auferlegt wird: Studierende dürfen keine Nachteile oder Barrieren durch die Pandemie haben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Warnungen vor Sturzfluten blieben ungehört
Warnungen vor Sturzfluten blieben ungehört
Warnungen vor Sturzfluten blieben ungehört
Graffitikünstler Mark Roberz verschönert den Velberter Bahnhof
Graffitikünstler Mark Roberz verschönert den Velberter Bahnhof
Graffitikünstler Mark Roberz verschönert den Velberter Bahnhof
Ampel bei Unfall schwer beschädigt
Ampel bei Unfall schwer beschädigt
Ampel bei Unfall schwer beschädigt
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare