Baustelle

A1-Überführung: Schwelmetalbrücke liegt voll im Zeitplan

An der Dieselstraße, die bald nicht mehr gesperrt sein soll, befindet sich die Schwelmetalbrücke. Foto: Anna Schwartz
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An der Dieselstraße, die bald nicht mehr gesperrt sein soll, befindet sich die Schwelmetalbrücke.

Wuppertal. A1-Überführung bleibt bis voraussichtlich Mitte 2023 Baustelle.

Von Stephan Eppinger

Seit Herbst 2018 wird an der Schwelmetalbrücke gebaut. Bei der gut 200 Meter langen Autobahnbrücke der A1 werden die 60 Jahre alten und maroden inneren Teilbauwerke aufwendig erneuert, um die Brücke für die heutigen Verkehrsanforderungen fit zu machen. Bis zu 100 000 Fahrzeuge sind dort in normalen Zeiten jeden Tag unterwegs.

Die Bauarbeiten unter der Projektleitung des Berliner Unternehmens Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) schreiten gut voran. Bis Mitte 2023 soll die Brücke laut der Deges fertiggestellt sein. Für die Anwohner im Wuppertaler Stadtteil Langerfeld bedeutet das Großprojekt eine große Belastung. Lange war die Dieselstraße komplett gesperrt, auch auf der B 7 gab es zeitweilige Teilsperrungen. Inzwischen ist die Dieselstraße, die das Industriegebiet in Langerfeld an das Straßennetz anbindet, wieder einspurig in Fahrtrichtung B 7 befahrbar. „Das hat die schwierige Verkehrssituation ein bisschen entschärft. Aber vor allem die Sprinter-Fahrer des neuen Verteilzentrums von Amazon an der Dieselstraße nutzen noch immer die Umleitungen durch die Wohngebiete. Sie haben sich an diesen Weg einfach gewöhnt“, sagt die Vorsitzende des Bürgervereins Langerfeld, Margret Hahn.

Der Bau des großen Verteilzentrums auf dem ehemaligen Metro-Gelände hatte bei den Langerfeldern Kritik ausgelöst, da der Lieferverkehr dort sehr intensiv ist und die Verkehrssituation seit dem vergangenen Jahr weiter belastet. Dazu kommt die laut Deges planmäßig noch bis Anfang 2022 anhaltende Sperrung der Gegenfahrspur. Hier werden die Fahrzeuge über die Clausewitz-Straße und die Straße In der Fleute um den gesperrten Bereich umgeleitet. „Das bringt für die Anwohner eine große Belastung mit sich.“

„Da leisten die Straßenbauer richtig tolle Arbeit.“

Margret Hahn, Bürgerverein Langerfeld

Manche Fahrer fahren die Clausewitzstraße durch und nutzen die stark befahrene Schwelmer Straße. Dort sind auch viele Linienbusse unterwegs. Mit der Ampelschaltung bringt das immer wieder lange Staus mit sich. Ortskundige nutzen neben der Schwelmer Straße auch die Langerfelder Straße und queren so das Ortszentrum des Stadtteils.

„Da ist es ziemlich eng. Zwei große Lastwagen kommen da oft nicht aneinander vorbei, was gerade im Bereich Langerfelder Markt zu weiteren Staus in beiden Fahrtrichtungen führt“, ärgert sich Hahn. Man sehe ein, dass die Brücke erneuert werden muss, aber die Sperrung der Dieselstraße laufe über schon sehr lange. „Das belastet unseren Ortsteil schon sehr. Wenn die Sperrung der Dieselstraße aufgehoben wird, muss die öffentliche Hand klare Regelungen treffen, die das Ortszentrum dauerhaft von Lkw-Verkehr frei halten. Da muss es klare Sperrungen für große Fahrzeuge geben“, fordert Margret Hahn.

Beim Blick auf die Großbaustelle hegt die Vorsitzende des Bürgervereins auch Bewunderung für das Großprojekt: „Wie die eine Brücke instandsetzen, indem sie die alten, mittleren Fahrspuren einfach rausnehmen und erneuern, ist eine Meisterleistung. Da leisten die Straßenbauer tolle Arbeit. Es ist auch gut, dass der Verkehr auf der A 1 trotz der Bauarbeiten weiterlaufen kann.“ Was den Stand der Arbeiten angeht, antwortet die Deges: „Die Stahlträger des neuen Teilbauwerks in Richtung Bremen sind in der finalen Position. Die Brückenpfeiler und Auflagerbänke sind fertiggestellt. Die Fertigstellung des Teilbauwerks erfolgt voraussichtlich im vierten Quartal 2021. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurde ein Notfallsperrkonzept in Abstimmung mit den Rettungskräften und der Verkehrsbehörde umgesetzt. Mehrere Container wurden in diesem Zusammenhang aufgestellt und beinhalten Absperrmaterial, um in möglichen Unfallbereichen schnell reagieren zu können. Aktuell wird gerade die Stahlbetonfahrbahnplatte in Fahrtrichtung Bremen hergestellt.“

Hintergrund

Laut Deges sind die Arbeiten voll im Zeitplan. Das bedeute auch, dass weitere Straßensperrungen für das laufende Jahr nicht geplant seien. Die voraussichtliche Fertigstellung der Großmaßnahme ist für Mitte 2023 angepeilt.

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