Döppersberg

Schwebebahnhof wird später fertig

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Der Umbau von Köbo-Haus und Schwebebahnhof am Döppersberg verzögert sich weiter. 

WUPPERTAL Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles am Wuppertaler Döppersberg verzögert sich.

Von Eike Rüdebusch

Wuppertal. Die Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles Köbo-Haus und Schwebebahnhof am Döppersberg verzögert sich weiter. Zuletzt hieß es zumindest von den Wuppertaler Stadtwerken, die das Haus mit dem Schwebebahnhof von der Stadt pachten, das Gebäude sei Mitte 2020 fertig. Wie kürzlich in der Döppersberg-Begleitkommission berichtet, wird es eher 2021. Das sagt Johannes Slawig, Kämmerer der Stadt Wuppertal. Er geht von Mitte 2021 aus, „nicht früher“.

Die Stadtwerke wollen Anfang des kommenden Jahres den Bauzeitplan vorstellen. Dann sei klar, was gemacht werden muss und wie lange es dauern soll. Zuletzt war herausgekommen, dass es Probleme mit der Statik beider Häuser gibt, weil die Decken zu schwer für die Konstruktion sind. Sie sind im Laufe der Jahre immer wieder verändert und mit neuen Schichten erschwert worden.

Für das Schwebebahngebäude heißt das bisher, dass die „Belastbarkeiten der Decken durch Materialaustausch und Verstärkungen verbessert“ werden müssen, so Holger Stephan, Sprecher der Stadtwerke.

Problem: Es gibt keine Pläne des Köbo-Hauses

„Im Wesentlichen erfolgt daraus die Notwendigkeit, den kompletten Bodenaufbau des Erdgeschosses bis auf den tragenden Rohbeton abzutragen und durch wesentlich leichteres Material zu ersetzten. Die Tragkonstruktion muss durch Gewichtsreduzierung entlastet werden. Auch die Stations-Unterseite wurde begutachtet. Ertüchtigungsmaßnahmen hierzu werden gerade definiert“, erklärt Stephan. Die ursprünglich kalkulierten Kosten von fünf Millionen Euro werden nach Slawigs Aussage nicht zu halten sein. „Vermutlich zahlt die Stadt die Mehrkosten selbst. Das werden wir noch verhandeln müssen“, sagt er.

Auch das Köbo-Haus, das in privater Hand ist, wird teurer als geplant. Nicolas Spengler, Geschäftsführer der Kissel-Immobilienverwaltung aus Solingen, sagt, die Kosten hätten sich angesichts der Statikprobleme und der immer neuen Untersuchungen der Böden und neuer Planungen fast verdreifacht. Die Höhe der Kosten nennt er nicht. Das Problem sei, dass es keine Pläne des Hauses gebe. So habe man aufwendige Untersuchungen durchführen müssen. In einem früheren Gespräch nannte er das Haus „eine Wundertüte“. Aber die Firma glaube an das Projekt und bleibe dran.

Die Sparkasse sollte bereits 2019 einziehen. Aktuell geht Spengler von 2020 aus. Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen. Damit steht zumindest in Frage, dass die Sparkasse wie geplant im ersten Halbjahr 2020 in die neuen Räume kommt. Spengler sagt aber, er gehe fest von einer Übergabe 2020 aus.

Schwebebahnstation und Köbo-Haus bilden als Doppelhaushälften ein Ensemble. Durch den „Keller“ fließt die Wupper, im Obergeschoss schwebt die Schwebebahn.

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