35 Jahre

Schülerrock-Festival feiert Geburtstag

Kalle Waldinger und Martina Liedke haben das Liederbuch zum Schülerrock-Festival gemeinsam kuratiert. Foto: Anna Schwartz
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Kalle Waldinger und Martina Liedke haben das Liederbuch zum Schülerrock-Festival gemeinsam kuratiert.

Liederbuch fasst 35 Jahre zusammen.

Von Kristina Hinz

Wuppertal. Das Wuppertaler Schülerrock-Festival feiert Geburtstag. Ein Liederbuch mit ausgewählten Musikstücken, den Partituren dazu, mit Fotografien von den Kindern und ihren Auftritten sowie Anekdoten fasst 35 Jahre Kinder-Rock-Geschichte zusammen. Karl-Georg „Kalle“ Waldinger und Martina Liedke, die ehemalige Pünktchen-Pünktchen-Sängerin, haben es kuratiert. 15 Musikstücke haben es in die Auswahl geschafft – von der „The Voice Kids“-Kandidatin Saralynn und den Bands Pastell, Pünktchen Pünktchen – später Pilos Puntos –, Fuoristrada oder Acoustic Arts.

„Wir hätten noch viele andere Lieder auswählen können und können noch ein zweites, drittes oder siebtes Liederbuch machen“, so Waldinger. „Auf dem Schülerrock-Festival haben fast alle ihre Texte und ihre Musik selbst geschrieben“, betonte Liedke. „Jeder kann die Lieder jetzt im Unterricht spielen, im Orchester, im Kinder- oder Kirchenchor.“

Angefangen hatte alles an der Wuppertaler Erich-Fried-Gesamtschule – als AG. „Das war damals ein absolutes Novum, dass man mit Kindern deutschsprachige Musik machte. Damals war Englisch nicht zu überholen“, sagt der ehemalige Kunst- und Deutschlehrer Waldinger. Liederworkshops wurden veranstaltet, es entstanden Texte. Als die ersten Vinylschallplatten veröffentlicht wurden, folgten Einladungen zu Musikmessen – und schließlich zu Auftritten ins Ausland. Christine Albert-Nyström vom Goethe-Institut in Malmö hörte ein Lied von Pünktchen Pünktchen im Radio und lud die jungen Musiker nach Schweden ein. „Damit fing die internationale Präsentation an“, erinnert sich Waldinger.

Martina Liedke, geborene Flüs, stand mit bereits zehn Jahren auf der Bühne – vor Tausenden. „Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Musik zu studieren, wenn ich diese Live-Erfahrung nicht gehabt hätte“, sagt sie. Schließlich ist sie selbst Musiklehrerin geworden. „Ich benutze die Lieder auch für meine Schüler. Das sind Lieder, die haben Geschichte und einen Hintergrund.“

Seit 35 Jahren eine Plattform für Schüler und ihre Gefühle

Persönlich sind die Eindrücke, die sie, Waldinger und andere geben – darüber, wie die Musikstücke entstanden sind oder welche Momente sie mit diesen verknüpfen. Sie beschreiben, wie aus Pünktchen Pünktchen der Name Pilos Puntos wurde oder woraus sie ihre Inspirationen schöpften. Waldinger: „Das Rockprojekt ist eine Plattform, über die Kinder ihre Sorgen und Ängste öffentlich machen – lebendig, kritisch und gefühlvoll.“

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