Botanischer Garten

Schönheitskur für Schmuckstück auf der Hardt

Die Villa Eller neben dem Elisenturm wurde seit 2016 umfassend saniert.
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Die Villa Eller neben dem Elisenturm wurde seit 2016 umfassend saniert.

Umfangreiche Sanierung der Villa Eller am Botanischen Garten in Wuppertal ist abgeschlossen.

Von unserer Redaktion

Wuppertal. Nach der umfangreichen Sanierung der Villa Eller wurde das Aushängeschild der Stadt auf der Hardt jetzt wieder an seine Nutzer – den Botanischen Garten und dessen Förderverein –  übergeben. Höhepunkt ist das rekonstruierte Dachgeschoss mit der historisch gewendelten Holzfalttreppe.

So schön wie jetzt hat sich das 1875 als Sommerhaus des Textilfabrikanten Engelbert Eller erbaute und in den 1890er Jahren umgebaute und erweiterte Gebäude das letzte Mal vor dem Zweiten Weltkrieg präsentiert: Durch einen Bombenangriff hatte der östliche Teil damals das oberste Stockwerk mit seinen prächtigen Ziergiebeln und seinem Turmhelm verloren. Erst im Zuge der jetzigen Sanierung wurde das Dachgeschoss in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde rekonstruiert und mit Schiefer gedeckt – ausschließlich anhand alter Fotografien, denn Pläne gibt es nicht mehr.

Das eigentliche Ziel der Anfang 2016 begonnenen Arbeiten an der Villa Eller samt der angebauten Orangerie und dem benachbarten Elisenturm war der dauerhafte Erhalt der beiden stadtbildprägenden Bauten. Wind, Wetter, Luftverschmutzung und zunehmender Algenbefall hatten mit dazu beigetragen, dass dringend etwas unternommen werden musste. „Hätten wir nicht jetzt das Dach und die Fassade saniert, wären an der historischen Bausubstanz irreparable Schäden entstanden“, sagt Mirja Montag, Betriebsleiterin des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal (GMW).

Mirja Montag (v. l.), Christian Arlt , Frank Telöken und Frank Meyer im überarbeiteten Treppenhaus.

So zeigte sich zum Beispiel während der Arbeiten an der Ziegel- und Sandsteinfassade mit ihren Mosaikbändern, dass die Stahlträger zwischen dem Erdgeschoss und der ersten Etage durchgerostet waren. Stück für Stück musste der zum Teil bereits gesprungene Mosaikfußboden im ersten Obergeschoss entfernt werden, um den darunterliegenden Boden und die Stahlträger zu erneuern. Anschließend wurden die aufwendig aufbereiteten Fliesen wieder aufgebracht. Wäre der Schaden nicht aufgefallen, wäre zumindest die Holzkassettendecke im Erdgeschoss in Mitleidenschaft gezogen worden.

Umso mehr freut sich Wuppertals Umweltdezernent Frank Meyer über die neuen repräsentativen Räume für den Botanischen Garten und dessen Förderverein: „Mit dem neuen Dachgeschoss haben wir nicht nur eine Terrasse mit einem fantastischen neuen Ausblick, sondern vor allem mehr als 80 Quadratmeter Nutzfläche hinzugewonnen. Dort werden voraussichtlich das Herbarium und die fachliche Zusammenstellung der Pflanzen- und Saatgutsammlung des Botanischen Gartens untergebracht.“

Die erste Etage beherbergt die während der Sanierung in den Elisenturm ausgelagerten Büros. Im Erdgeschoss befinden sich ein Raum für die Öffentlichkeitsarbeit sowie die große Küche des Fördervereins, die nun über eine Tür ins Freie verfügt, wie sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts existierte. Mit dem rekonstruierten Dachgeschoss hat die historische gewendelte Holzfalttreppe, die sich durch die Villa Eller zieht, nach ihrer Restaurierung wieder einen Endpunkt und endet nicht mehr direkt unter dem (Behelfs-)Dach.

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