Botanik

Schmuckstück Südafrikahaus ist wieder geöffnet

Die Schmucklilie blüht aktuell.
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Die Schmucklilie blüht aktuell.

Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Düsseldorf. Ein Highlight im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität ist wieder geöffnet: das Südafrikahaus. Hier sind viele, teilweise sehr seltene Pflanzen der Kap-region zu sehen, unter anderem der Brotpalmfarn mit seinen riesigen Zapfen und Schmucklilien. Erst kam Corona, dann waren technische Arbeiten notwendig, und schließlich haben die Mitarbeitenden des Botanischen Gartens die Gelegenheit genutzt, um das Südafrikahaus umzugestalten. Ab sofort öffnet es wieder für die Besucher.

Zu sehen sind unter anderem zwei Palmfarne, die in der vergangenen Zeit riesige Zapfen ausgebildet haben, die sich in den kommenden Monaten öffnen werden – wann genau, können auch die Düsseldorfer Botaniker nicht vorhersehen.

In einer kleinen Vitrine, die vom Freundeskreis des Botanischen Gartens gespendet wurde, sind dickfleischige Pflanzen aus der Kapregion zu sehen. Hierzu gehört auch Senecio rowleyanus, eine Verwandte des einheimischen Greiskrauts. Die Schmucklilie (Agapanthus campanulatus) steht aktuell in Blüte. Und wer genau sucht, wird die kleinen hübschen Blüten einer Leuchterblume (Ceropegia haygarthii) finden.

Der rund acht Hektar große Botanische Garten wurde 1979 eröffnet. Er dient der Bevölkerung ganzjährig als Stätte der Bildung und Erholung, der Pflanzenforschung und der Studierendenausbildung an der Heine-Uni. Die umfangreichen, größtenteils öffentlichen Pflanzensammlungen werden als Arbeits- und Anschauungsmaterial für Forschung und Lehre vor allem in der Biologie und der Pharmazie genutzt.

Ein besonderer Schwerpunkt des Düsseldorfer Botanischen Gartens ist die sogenannte Kalthauskultur. In ihrem Zentrum steht das Wahrzeichen des Gartens, das 1000 Quadratmeter große Kuppelgewächshaus mit einer Höhe von 18 Metern. Es beherbergt Pflanzen des Mittelmeerraums und der Kanaren, aber auch solche aus Ozeanien, Asien und Amerika. In den Jahren 2004 und 2008 wurde die Einrichtung um zwei neue Gebäude erweitert, die Orangerie und das Südafrikahaus. Neben dem großen Sammlungs- und Forschungshaus und Versuchsflächen betreibt der Botanische Garten auch die hochmodernen Forschungsgewächshäuser auf dem Dach des Biologie-Neubaus.

Seltene Pflanzen: Botanischer Garten sichert bedrohte Arten

Die im Botanischen Garten zu entdeckende Pflanzenwelt ist äußerst vielfältig. Dort finden sich äußerst seltene Pflanzen wie die Wollemie, von denen in Ursprungsland Australien nur etwa 100 ausgewachsene Exemplare wild in einem sehr kleinen, gut geschützten Gebiet vorkommen. In Düsseldorf wird damit ein Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten und zur Sicherung der Biodiversität geleistet. -step-

www.botanischergarten.hhu.de

Ein Brotpalmfarn

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