Planung

Schloss-Sanierung geht erst 2021 weiter

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Stadt und Architekten planen Arbeiten an Saalbau, Kapelle, Burgtor und Zwingertor. Dies nimmt viel Zeit in Anspruch.

Von Andreas Tews

Die Pause bei den Sanierungsarbeiten auf Schloss Burg wird wohl länger ausfallen als ursprünglich geplant. Voraussichtlich erst im kommenden Jahr wird der Saalbau (Palas) aufwendig saniert, teilte Projektleiter Matthias Veldboer vom Solinger Stadtdienst Stadtentwicklung, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Ursprünglich war vorgesehen, dass Teile des Schlosses in diesem Jahr wieder zur Baustelle werden. Man wolle aber lieber „sorgfältig und präzise planen“, erklärte Veldboer. So könne vermieden werden, dass die Planungen später wegen unvorhergesehener Umstände verändert werden müssten.

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Schoss Burg wird in mehreren Bauabschnitten für 32,5 Millionen Euro saniert. Einen großen Teil des Geldes steuern der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen bei. 7,5 Millionen Euro übernehmen die Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal als Eigentümer. Abgeschlossen sind die Arbeiten in der alten Schule (Besucherzentrum), am Bergfried und am Grabentorhaus. Seit der Wiedereröffnung des Bergfrieds und des Grabentorhauses ruhen die Bauarbeiten seit Herbst 2018. Seitdem wird für die weitere Sanierung geplant.

Am äußeren Erscheinungsbild soll sich nicht viel ändern

Bei den noch anstehenden Arbeiten soll das Hauptgebäude (Saalbau) samt angrenzender Gebäudeteile wie Kapelle, Burgtor und Zwingertor saniert werden. Am äußeren Erscheinungsbild dieser Gemäuer wollen die Planer laut Veldboer nichts verändern. Vor allem „hoch denkmalwerte Bauteile“ sollen aufwendig restauriert werden. Die Wandgemälde im Gebäudeinneren werden gesichert.

Statische Veränderungen, wie sie nach Erkenntnissen aus den Untersuchungen des vergangenen Jahres nötig seien, beschränken sich auf Dachkonstruktionen und Geschossdecken. Auch an den Fundamenten wird gearbeitet. Die Veränderungen werden für die Besucher kaum sichtbar sein.

Neue Elektroinstallationen und Heizungsanlage für den Saalbau

Insgesamt werde der Palas auch technisch modernisiert. Veldboer berichtet, dass unter anderem eine neue Heizungsanlage und moderne Elektroinstallationen eingebaut werden. Auch die Dämmung wird verbessert. Ein wichtiges Ziel – abgesehen von einer moderneren Ausstellung – sei auch, die Nutzbarkeit des Schlosses für Veranstaltungen zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden künftigen Besuchern nach seinen Angaben vor allem neue Wand- und Fußbodenbeläge auffallen. Erstmals wird der Palas auch für Gehbehinderte uneingeschränkt zugänglich sein. Zu diesem Zweck wird ein Aufzug eingebaut.

Die Planungen für das historische Gemäuer sind nach Angaben des städtischen Abteilungsleiters mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden. Abgeschlossen sei die Entwurfsplanung, auf deren Basis die Kosten ermittelt werden. Diese Berechnung werde derzeit „finalisiert“. Die bisherigen Planungen habe man mit den Genehmigungsbehörden weitgehend abgestimmt. Liegen die Genehmigungen vor, können Architekten und andere Experten in die Detailplanungen einsteigen.

Für die Bauarbeiten sind zweieinhalb Jahre eingeplant

BERGFRIED

UMBAU Seit der Modernisierung präsentiert Schloss Burg im Bergfried eine multimediale Ausstellung mit Filmen, Bildern, Ausstellungsstücken und vielen Schautafeln.

KONZEPT Der Besuch beginnt im obersten Stockwerk mit dem Rundblick über die frühere Grafschaft von Berg. In den Etagen darunter geht es unter anderem um die Schlacht von Worringen, Sitten des Mittelalters, die Dynastie der Grafen von Berg und die Baugeschichte von Schloss Burg.

Mit den Bauarbeiten selbst könne dann voraussichtlich 2021 begonnen werden. Veldboer rechnet mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren. Währenddessen werde man sich darum bemühen, die Schließzeiten des Palas´ und der anderen Bauteile so kurz wie möglich zu halten. Für Feste und Veranstaltungen werde man in Abstimmung mit dem Schlossbauverein Ausweichflächen zur Verfügung stellen.

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