Schloss Grünewald: Kein Weihnachtsmarkt

Veranstalter sieht zu hohes Risiko

Von Björn Boch

Solingen Der Romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald ist abgesagt. Das teilte der Veranstalter Open Mind Management am Dienstag mit.

„Natürlich trifft uns das hart und wir haben viele Verdienstausfälle. Aber so sprunghaft, wie die Zahlen derzeit ansteigen, müssen wir jetzt die Reißleine ziehen“, sagte Anke Peters von Open Mind Management der Redaktion. Man könne und wolle nicht die Verantwortung für das Risiko übernehmen, dass sich Besucher oder Mitarbeiter anstecken.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.“

Anke Peters, Open Mind Management

Peters rechnet ohnehin zeitnah mit Verschärfungen und Einschränkungen durch Politik und Behörden. „Wir wollten am Mittwoch mit dem Aufbau beginnen. Wenn wir jetzt aufbauen und dann abbrechen müssen, wäre es noch schlimmer“, so Peters.

Der Markt sollte 2021 eigentlich erstmals an allen vier Adventswochenenden stattfinden – nun fällt er nach 2020 erneut aus. Noch letzte Woche sei man guter Dinge gewesen und habe über eine Absage „noch nicht mal nachgedacht“. Angesichts der Inzidenz – Peters geht von einem weiteren Anstieg aus – könne und wolle man aber nicht warten, bis die Politik am Donnerstag bei der Ministerpräsidenten-Konferenz oder in den Tagen darauf Verschärfungen beschließe.

Von Ausstellern, Mitarbeitenden und allen anderen Helfern habe es „zu 99 Prozent“ positive Rückmeldungen gegeben. „Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen wegen Corona, haben aber Verständnis für die Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben.“ Peters hofft, dass „Garten Leben“ Ende Mai auf Schloss Grünewald stattfinden kann – und natürlich der Romantische Weihnachtsmarkt 2022.

Es habe für dieses Jahr bereits viele Ticketreservierungen gegeben. „Wir bieten nun Gutscheine für 2022 an“, so Peters. Viele Kunden hätten darauf schon sehr verständnisvoll reagiert. Den Ausstellern werden die Standgebühren zurückgezahlt, dazu habe man sich vertraglich verpflichtet. „Wir haben nun einiges an Papierkram zu erledigen“, so Peters. Auch wenn die Politik derzeit noch nichts verbiete, hoffe sie auf Unterstützung und Ausfallzahlungen. „Noch haben wir uns damit aber nicht beschäftigt.“

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