Ermittlung in alle Richtungen

Säure-Attentat: Mordkommission befragte Anwohner

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Mit dem Anbringen der Plakate erhofft sich die Polizei nach dem Säureangriff auf den Finanzvorstand des Energieversorgers Innogy weitere Hinweise von Zeugen.

Die Einsatzkräfte suchten nochmals den Tatort ab und stellten Spurenmaterial sicher.

Die Mordkommission Säure arbeitete auch am Samstag und Sonntag mit Hockdruck im Fall des Haaner Säure-Angriffs auf einen Wirtschaftsmanager. So hat die MK Säure am Samstagnachmittag zusammen mit rund 30 Beamtinnen und Beamten einer Einsatzhundertschaft in Haan nochmals den unmittelbaren Tatort am Karl-August-Jung-Platz sowie ein benachbartes Grundstück abgesucht, um eventuell weiteres Spurenmaterial zu finden. Mögliche Spurenträger wurden sichergestellt und werden nun untersucht, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Sonntag. Auch ob das nunmehr sichergestellte Spurenmaterial der Tat zuzurechnen ist, sei aber noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Des Weiteren befragten mehrere Ermittlerteams der Düsseldorfer Kripo am Sonntagmorgen am Tatort und im nahen Umfeld Anwohner und Passanten, die dort unterwegs waren, ob sie etwas Ungewöhnliches am vergangenen Sonntagmorgen zur Tatzeit beobachtet oder möglicherweise gehört haben.

Insgesamt sind bislang rund zwei Dutzend Hinweise bei der Mordkommission Säure eingegangen. Die Auswertung und Nachermittlungen dauerten noch an. Auch die Vernehmungen und Befragungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Komission ermittele weiterhin in alle Richtungen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. 

Der Innogy-Finanzchef Bernhard Günther war am Sonntagmorgen beim Brötchenholen in einer Parkanlage von zwei Unbekannten angegriffen und zu Boden geworfen worden. Sie schütteten ihm Säure ins Gesicht und verschwanden. Günther erlitt schwerste Verletzungen und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Die Ermittler stuften die Tat als versuchten Mord ein.

Der Manager war bereits vor sechs Jahren überfallen worden. Damals wurde er zusammengeschlagen. Die Tat geschah ebenfalls an einem Sonntagmorgen auf einem abgeschiedenen Fußweg, sie konnte nicht aufgeklärt werden. hpm/dpa

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