Ronsdorf plant noch mit Bürgerfest und Weinfest

Das gemeinsame Fest der Vereine ist fraglich

Von Daniel Neukirchen

Wuppertal Mit einer großen Portion Skepsis begeben sich die Vereine in Ronsdorf an die Planungen für die Feierlichkeiten im Stadtteil in 2022. Nach zwei Jahren des Verzichts sind die Erwartungen hoch – doch die Inzidenzen sind es auch. Die Werbegemeinschaft „Wir in Ronsdorf“ (W.i.R.) hat nach ihrer Sitzung den groben Kurs für 2022 festgelegt. Christoph Tölle aus dem Vorstand sagt: „Wir planen das Bürgerfest vom 10. bis 12. Juni nach den bis dahin gültigen Corona-Schutzmaßnahmen.“

Fest stehe aber: „Wir werden den Platz nicht einzäunen und es wird auch keine Eingangskontrollen geben.“ Als Ort der Feierlichkeiten hat die Werbegemeinschaft sowohl den Ascheweg als auch den Bandwirkerplatz angemeldet. „Wir halten uns beiden Optionen offen“, sagt Tölle mit Blick auf die ungewisse Corona-Lage im Juni und die Anzahl der Stände. Der Bandwirkerplatz wäre die Alternative für eine kleinere Variante der Veranstaltung.

Angedacht war 2021 ein gemeinsames Fest von Werbegemeinschaft und Heimat- und Bürgerverein, zusammen mit möglichst vielen Ronsdorfer Vereinen. Anlass sollte das 275-jährige Stadtjubiläum sein, das bereits 2020 gefeiert werden sollte. SPD-Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes findet die Idee eines gemeinsamen Festes von Heimat- und Bürgerverein und W.i.R. noch immer gut: „Das wäre am besten.“

„Das Jubiläum ist ja mittlerweile schon zwei Jahre her.“

Christoph Tölle, Wir in Ronsdorf

Es klingt jetzt aber nicht mehr so, als wenn eine Feier dieser Art 2022 noch kommen werde. Tölle sagt in Bezug auf ein gemeinsames Stadtfest: „Das bringt ja auch nichts, dass immer weiter nach hinten zu schieben. Das Jubiläum ist ja mittlerweile schon zwei Jahre her.“ Vielleicht könne man ja die Feier ja zum 280-jährigen Stadtgeburtstag nachholen. Gespräche mit dem Heimat- und Bürgerverein diesbezüglich hätten noch nicht stattgefunden.

Christel Auer, Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins, plant – Stand jetzt – mit keinem Fest im Juni. Als Nächstes im Kalender des Vereins steht das Weinfest auf dem Bandwirkerplatz vom 26. bis 28. August. „Die Planungen laufen“, sagt Auer. Sie verweist aber auch darauf, dass die Corona-Pandemie jederzeit alles ändern könnte. Schließlich sei das Weinfest auch 2021 schon angesetzt worden und habe dann nicht stattfinden können.

Auer schaut mit Sorge darauf, dass das Fest nun schon zwei Mal ausfallen musste und dem Bandwirkerbad damit wiederholt die Erlöse ausgeblieben sind. Zwar hätten die Ronsdorfer den Förderverein mit Geldspenden unterstützt, allerdings werde es jetzt auch „wieder Zeit“ für ein Weinfest und den damit verbundenen Einnahmen, so Auer. Aber: „Wir können keine Menschen gefährden.“ Den nächsten Liefersack visiert der Heimat- und Bürgerverein für den Sommer 2023 an.

Finanziell entstehe kein Risiko durch die Planung ins Ungewisse, sagt Christoph Tölle. Jeder Vertrag sei inzwischen so formuliert, dass der Veranstalter im Falle eines Ausfalls auch keine Externen bezahlen muss. Das einzige Risiko: Wieder einmal könnten Ehrenamtler Stunden um Stunden an Festen planen, die am Ende gar nicht stattfinden. Corona wird den Programmkalender weiter bestimmen – ändern kann das niemand.

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