Blickfang

Rhododendren werden neu entdeckt

Gärtner Martin Röder sorgt dafür, dass die Rhododendren richtig zur Geltung kommen. Foto: Andreas Fischer
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Gärtner Martin Röder sorgt dafür, dass die Rhododendren richtig zur Geltung kommen.

Ausflugstipp für die Region: Im Vorwerkpark hat die Blüte begonnen.

Von Manuel Praest

Wuppertal. Die Dürre in der Vergangenheit hat ihre Spuren hinterlassen. Und dennoch ist die Rhododendren-Blüte im Wuppertaler Vorwerkpark auch in diesem Jahr ein Blickfang. „Sie ist sehr ansehnlich“, verspricht Martin Röder, seit drei Jahren Gärtner in der privaten Anlage, die aber auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. 2020 sei das Rekordjahr, was die Besucherzahlen angeht, ist Röder überzeugt.

„Ich habe viele Leute gesehen, die vorher noch nie da waren.“

Gärtner zu Corona-Auswirkungen

Während der Corona-Zeit haben die Wuppertaler den Park „komplett neu entdeckt“. Ein traumhaftes Ausflugsziel – direkt vor der Haustür. „Ich habe viele Leute gesehen, die vorher noch nie da waren“, sagt Röder. Und die Blüte dürfte sicher noch den einen oder anderen Gast mehr anlocken. Da fällt auch kaum ins Gewicht, dass die Führung am Sonntag ausfällt.

Auch der historische Laubengang wird wohl erst im Herbst offiziell eingeweiht. Der wurde über Jahre aufwendig saniert, vor allem durch Unterstützung der Jackstädt-Stiftung, und ist jetzt für Besucher wieder passierbar.

Die Adolf-Vorwerk-Stiftung, die sich um den Erhalt des Parks kümmert, ist dankbar für die Sponsoren, die auch bei anderen Aufgaben helfen. „Die Spenden sind überlebenswichtig“, betont Annette Berendes von der Stiftung.

Auch für das neueste Projekt hoffe man auf Unterstützung. Das alte Gärtnerhaus, das aktuell als Werkzeuglager taugt, soll wieder auf Vordermann gebracht werden. Es gibt erste Ideen, auch für die Nutzung, so Berendes. Aktuell liefen Gespräche mit der Baubehörde. Berendes freut sich zudem darüber, dass es endlich einen ausgeschilderten Rundgang durch den Vorwerkpark gibt.

Dass die Anlage so gut genutzt werde wie noch nie, hat allerdings auch Schattenseiten. Wie in den Barmer Anlagen – ebenfalls ein großer Privatpark, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist – gibt es auch im Vorwerkpark ein Müllproblem.

Hinweisschilder als Ermahnung für Besucher

Zudem nutzen einige Besucher den Park nicht so wie gedacht. Röder berichtet etwa von Fahrradfahrern, die die schmalen Wege hochrasen, oder Hundehaltern, die ihren Hund frei laufen lassen. „Bislang hatten wir keine echte Handhabe“, sagt Annette Berendes. Doch nun wurden an den Eingängen und den Extrempunkten – laut Röder sind das zum Beispiele die Teiche – Hinweisschilder aufgestellt. Auf denen ist, leicht verständlich durch Piktogramme dargestellt, erklärt, was im Park verboten ist: Wer also meint, seinen Hund weiterhin dort baden zu lassen oder gar zu grillen, gegen den kann nun tatsächlich ein Platzverweis für das Gelände ausgesprochen werden.

www.vorwerk-park.de

Hintergrund

Der Vorwerk-Park wurde vor rund 110 Jahren angelegt. Er liegt etwas versteckt nahe des Toelleturms, versteckt zwischen Villen und Wald. Er ist etwa 5,8 Hektar groß und seit 2001 für die Öffentlichkeit zugänglich. Neben den Rhododendren ist die spektakuläre Topographie hervorzuheben.

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