Wuppertaler Zoo

Zoo plant, auf umstrittene Elefantenhaken zu verzichten

Für Investitionen in den Grünen Zoo, zum Beispiel in die Elefantenanlage, zeichnet sich eine breite Mehrheit im Stadtrat ab. Fotos: dpa
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Für Investitionen in den Grünen Zoo, zum Beispiel in die Elefantenanlage, zeichnet sich eine breite Mehrheit im Stadtrat ab.

Wuppertaler Zoo benötigt bauliche Änderungen auf der Elefanten-Anlage.

Von Bastian Küllenberg

Wuppertal. Im Januar 2019 hatte der Zoo Wuppertal angekündigt, bei der Elefantenhaltung zukünftig auf den Einsatz des sogenannten Elefantenhakens zu verzichten und vom direkten Kontakt zwischen Pfleger und Tieren in den „geschützten Kontakt“ zu wechseln. Ein Video, das jetzt über den Youtube-Kanal „Zoos Media“ veröffentlicht wurde, zeigt nun aber zwei Pfleger des Wuppertaler Zoos, die erklären, wie der Elefantenhaken eingesetzt wird.

Die Umstellung auf den „geschützten Kontakt“ und damit der Verzicht auf den Elefantenhaken sei in Planung, sagt Andreas Haeser-Kalthoff, Pressesprecher des Zoos. Dafür müssten jedoch zunächst bauliche Voraussetzungen geschaffen werden.

Dachverband schreibt Umstellung von Elefantenhaken auf geschützten Kontakt bis 2030 vor

Die Umsetzung sei vom Zoo gewollt und geplant. Der europäische Zoo-Dachverband European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) schreibt ferner die Umstellung in den „geschützten Kontakt“ bis 2030 vor. „Geschützter Kontakt“ bedeutet, dass Tierpfleger und Tiere durch eine Barriere getrennt sind und kein direkter Kontakt stattfindet. Auf der Bullenanlage im Wuppertaler Zoo sei dies bereits möglich. Die weiteren baulichen Veränderungen plane der Zoo in Zusammenhang mit einer Erweiterung der Elefanten-Anlage insgesamt. Hierfür müssten noch die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen werden, so Haeser-Kalthoff.

Der Elefantenhaken sei in der öffentlichen Wahrnehmung umstritten, es bestehe aus seiner Sicht jedoch oft ein falscher Eindruck, sagt Haeser-Kalthoff. Dies führe dazu, dass Pfleger bei der Arbeit gefilmt und die Videos im Internet verbreitet würden, was zu Verunsicherung bei den Tierpflegern und damit zu einer Gefahr in der Ausübung ihrer Arbeit führen könne. Das Training sei nicht direkt abhängig vom Haken, so Haeser-Kalthoff. Er sei vielmehr ein Hilfsinstrument, um die Elefanten zu führen, und gehöre im direkten Kontakt zur Sicherheitsausstattung. Der „geschützte Kontakt“ macht diese Sicherheitsvorschrift überflüssig. Haeser-Kalthoff spricht dabei von einer Verantwortung für Tiere und Mitarbeiter.

Tierschutzorganisation fordert, direkten Kontakt einzustellen

Der direkte Kontakt sei eine große Gefahrenquelle, sagt Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in Zoo und Zirkus bei der Tierschutzorganisation Peta. Zudem würden die Tiere durch den Elefantenhaken mit Zwang dazu gebracht, zu gehorchen, der Wille der Elefanten solle dadurch gebrochen werden, so Würz. Peta fordert daher, dass alle Zoos den direkten Kontakt einstellen. Langfristig solle die Elefantenhaltung in Zoos insgesamt abgeschafft werden.

Ein Besuch im Grünen Zoo Wuppertal ist aktuell nach vorheriger Buchung eines Tickets und unter Vorlage eines negativen Corona-Schnelltests, der nicht älter als 24 Stunden ist, möglich. Ebenso bei Nachweis der Immunisierung gegen Covid-19 (Geimpfte oder Genesene).

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