Prozess

Remscheider wegen Mordes angeklagt

Ein 36-Jähriger aus Remscheid muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten.
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Ein 36-Jähriger aus Remscheid muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Angeklagter (36) hatte sich nach der Tat gestellt. Geld legte er als Unterhalt für Kinder in Briefkasten.

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Mord aus Habgier sowie Raub mit Todesfolge wirft die Staatsanwaltschaft einem 36-jährigen Remscheider vor, der im vergangenen Jahr eine 78-Jahre alte Wuppertalerin getötet haben soll. Laut Anklage hat er die Seniorin in ihrem Haus auf Küllenhahn mit einem Messer erstochen.

Polizei suchte mit Blitzerfoto nach dem Golf des Opfers

Die 78-Jährige war am 17. September 2019 von einem Bekannten tot in ihrem Haus an der Straße Obere Rutenbeck gefunden worden. Die Nachbarschaft in der ruhigen Wohngegend stand damals unter Schock, schnell wurden Kerzen aufgestellt und Abschiedsgrüße an den Zugang zum Haus gelegt. Die Mordkommission „Rutenbeck“ nahm die Ermittlungen auf, fahndete unter anderem mit einem Blitzerfoto nach dem Golf der alten Dame.

Zwei Tage später stellte sich der jetzt Angeklagte bei der Polizei, räumte die Tat größtenteils ein – dass er die Frau getötet, dann einige Gegenstände und ihr Auto mitgenommen habe. Er führte die Beamten auch zu der Stelle, an der er den Wagen abgestellt hatte. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

In der Anklage heißt es, er habe die Seniorin über seine ehemalige Lebensgefährtin gekannt. Von der alten Dame habe er am 16. September 1000 Euro haben wollen. Doch diese habe sich geweigert, ihm Geld zu geben. Damit habe er gerechnet und von Anfang an vorgehabt, sie dann zu töten, um auf diesem Weg an ihre EC-Karte zu gelangen. Er habe dann auch ihre EC-Karte an sich genommen, ebenso 30 Euro in bar sowie die Autoschlüssel. Mit der Karte habe er an einem Geldautomaten 1000 Euro vom Konto der Seniorin abgehoben.

Geld legte er in Briefkasten der Ex – als Unterhalt für Kinder

Einen Teil des Geldes habe er dann in den Briefkasten seiner ehemaligen Lebensgefährtin gelegt, um damit den Unterhalt für die gemeinsamen Kinder zu bezahlen.

Der Prozess soll am Freitag, 13. März, vor dem Landgericht in Wuppertal beginnen; fünf Termine sind angesetzt. Das Urteil könnte am 8. April verkündet werden. Das mögliche Strafmaß reicht bis hin zu einer lebenslangen Haftstrafe.

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