Remscheider starten zur Tour ins Gelpetal

+

Erstmals richteten Die Bergischen Drei und der RGA den „Bergischen Wandertag“ aus.

Von Andreas Erdmann

Bergisches Land. Das Bergische Land mit seinen Bergen und Tälern entlang der Wupper hat fantastische Wandergebiete. Dies zeigte sich einmal mehr beim ersten „Bergischen Wandertag“, zu dem gestern in Solingen, Remscheid und Wuppertal jeweils 25 Teilnehmer auf drei unterschiedlichen Strecken aufbrachen. Zu den von erfahrenen Wanderführern geleiteten Touren eingeladen hatten die Tourismusorganisation Die Bergischen Drei in Zusammenarbeit mit dem Remscheider General-Anzeiger, dem Solinger Tageblatt, der WZ Wuppertal und Radio RSG. „Ziel der Aktion ist die Förderung des bergischen Städtedreiecks als Wanderregion“, erklärte Wanderführer Thomas Lukas von den Bergischen Drei. „Alle drei Touren waren verblüffend schnell ausgebucht.“

170 Höhenmeter mussten bei der Remscheider Tour bewältigt werden

Als schwer wurde die Tour, eingestuft, die in Remscheid von wanderfreudigen Teilnehmern bewältigt wurde: Die sechs Kilometer lange „Hammer-Route“ führte durchs historische Gelpetal. Dort standen einstmals über 20 Kotten und Hämmer entlang der Gelpe und des Saalbachs, aufgereiht wie an einer Perlenkette. Viele Überreste davon sind heute noch sichtbar. Start und Ziel der rund sechs Kilometer langen Strecke, bei der rund 170 Höhenmeter bewältigt werden mussten, war das Café-Restaurant Haus-Zillertal.

In der Klingenstadt starteten die Teilnehmer bei schönstem Sonnenwetter um 13 Uhr vor dem Wipperkotten, einer idyllisch an der Wupper gelegenen historischen Doppelkottenanlage mit zwei Wasserrädern. Es ging ein Stück weit den Klingenpfad entlang, an der Wupper talaufwärts zur Friedrichsaue. „Ich wandere heute zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder“, erzählte Heidemarie Krüth. „Früher, bevor mein Mann erkrankte, waren wir oft rund um die Sengbachtalsperre unterwegs.“ Reinhold Gondrum und Marlies Schmidt schnallen häufig die Wanderschuhe an. „Wir wandern überall im Bergischen Land“, berichteten sie. „Ob um Schloss Burg und Müngsten, in der Ohligser Heide oder auch bei Altenberg – überall hier in unserer Heimat im Bergischen Land ist es schön.“ Dies fanden auch Sigrun und Michael Petzhold: „Wandern im Bergischen macht einfach Spaß, besonders in einer Gruppe wie dieser. Man lernt neue Leute kennen, kommt ins Gespräch und kann sich austauschen, zum Beispiel über neue Wanderrouten.“

Doch nicht nur auf Schusters Rappen, auch mit dem Fahrrad sind die Petzholds unterwegs. Bei Friedrichstal ging es auf kleinen Pfaden in den Wald hinein und bergauf. Kaum verließ man den Wald wieder, boten sich auf der Anhöhe grandiose Ausblicke zum gegenüberliegenden Wupperufer. Auf der Friedrichshöhe dann konnte man in westlicher Richtung über den Rhein hinwegblicken und in der Ferne die aufsteigenden Wasserdampfsäulen der rheinischen Kraftwerke erkennen.

„Privat wandere ich auch sehr viel, bald jedes Wochenende“, erzählte Wanderleiterin Maren Pussak. „2008 bin ich aus Berlin zugezogen und habe mir das Bergische Land wandernd erschlossen. Immer wieder entdeckt man Neues. Und die Landschaft mit ihren Höhenzügen und Tälern, Wäldern, Flüssen, Bächen und Seen ist so abwechslungsreich.“ Nach der Ortschaft Lache folgten die Wanderer dem Widderter Obstweg und gingen hinunter ins Weinsbergtal zu den Orten Strupsmühle, Schmidtskotten und Wippe, bevor sie zum Abschluss der Tour zum Waffelessen ins Restaurant Haasenmühle einkehrten. „Insgesamt erstreckt sich diese Route, die auch in einer neuen Broschüre der Bergischen Drei beschrieben ist, über 5 Kilometer mit einer Steigung von 105 Höhenmetern“, informierte Maren Pussak. „Sie wurde vom Schwierigkeitsgrad her als mittelschwer eingestuft.“

In Wuppertal fand zur gleichen Zeit eine leicht zu bewältigende Einsteigertour statt, die als die 4,5 Kilometer lange „Familientour“ von Küllenhahn in Cronenberg durchs Arboretum Burgholz führte.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Die ungewisse Zukunft der Düsseldorfer Umweltspur
Die ungewisse Zukunft der Düsseldorfer Umweltspur
Unbekannte rammen Wuppertaler Wohnhaus und flüchten
Unbekannte rammen Wuppertaler Wohnhaus und flüchten
OB Mucke fordert Entschuldigung von IHK-Chef
OB Mucke fordert Entschuldigung von IHK-Chef
Wuppertals OB fordert zuverlässigen Nahverkehr
Wuppertals OB fordert zuverlässigen Nahverkehr

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren