Der Bauwagen steht im Uellenbergpark

Quartiersgartenschau in Wuppertal Süd

Antonia Dinnebier und Oliver Kahl von Proviel am Bauwagen, der für die Quartiersgartenschau und damit für eine mögliche Bundesgartenschau wirbt. Foto:
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Antonia Dinnebier und Oliver Kahl von Proviel am Bauwagen, der für die Quartiersgartenschau und damit für eine mögliche Bundesgartenschau wirbt.

Wuppertal. Antonia Dinnebier will Appetit auf die Bundesgartenschau machen.

Von Manuel Praest

Seit Dienstag steht er im Uellenbergpark: Der Bauwagen der Quga. Die Quartiersgartenschau, die Antonia Dinnebier ins Leben gerufen hat, um auf Wuppertals grüne Anlagen aufmerksam zu machen – und für eine mögliche Buga 2031 in Wuppertal zu werben. Nach dem Auftakt 2020 in Unterbarmen ist nun also die Südstadt dran. Und Dinnebier hofft, dass die Corona-Auflagen in diesem Jahr mehr erlauben, als noch in Unterbarmen. „Vieles, was wir geplant hatten, wie etwa Führungen, mussten ausfallen“, erinnert sie sich etwas traurig.

„Ich will gerne eine Buga. Deswegen müssen wir alles tun, dass eine Quga das Thema warmhält.“

Christoph Nieder, Geschäftsführer von Proviel

Auch für die Südstadt können die Organisatoren zunächst noch keine wirklichen Veranstaltungen ankündigen, aber den Besuchern am Bauwagen Hinweise geben, was sich im Stadtteil lohnt. „Diesmal ist es nichts mit Engels“, sagt Dinnebier und lacht. Der berühmte Barmer Friedrich Engels stand im vergangenen Jahr natürlich im Mittelpunkt.

Eine Ausstellung am Bauwagen zeigt die verschiedenen Park- und Grünanlagen in der Südstadt. Die Bandbreite macht es besonders reizvoll, sagt Dinnebier. Die Friedenshöhe und der Friedrichsberg stechen als große Waldparks hervor. „Dann gibt es aber zum Beispiel auch viele Kleingärten, die durch den K-Weg gut miteinander verbunden sind.“ Und besonders hervorheben will sie die „Lehrreiche“, wie sie das Uni-Arboretum, die Station Natur und Umwelt und den Permakulturhof Vorm Eichholz nennt.

Und Führungen könne man immer noch kurzfristig anbieten, sagt Dinnebier, wenn die Auflage es hergeben. „Wir haben ja ein bisschen Zeit.“ Der Uellenbergpark sei auf jeden Fall ein guter Startpunkt für Spaziergänge durch die grüne Südstadt.

Bis Oktober soll der Bauwagen in der Südstadt stehen, erzählt Michael Dickmann vom Bürgerverein, der die Quga unterstützt. So viel könne man aktuell noch nicht machen. „Aber wir wollen versuchen, den Wagen zumindest stundenweise mit Mitgliedern des Bürgervereins zu besetzen“, kündigt Dickmann an. Wenn es wieder erlaubt sei, könnten dort auch Treffen stattfinden. Ihm selbst gefallen vor allem die „vielen kleinen Parks“ in der Südstadt. Er hofft, dass über die Quga auch die Zusammenarbeit mit dem Quartier Hesselnberg ausgebaut werden kann. Streng genommen wäre das schon Barmen, doch nicht nur über die Grünanlagen gibt es Verbindungen.

Dinnebiers Idee der Quga wird auch im Rathaus unterstützt. „Wir begrüßen das sehr“, sagt Dezernent Frank Meyer. Gerade als Werbung für die Buga. Auch Ressortleiterin Anne Berendes ist voll des Lobes. Passend zum Quga-Start hatte die Stadt gerade erst die Staudenbeete im Uellenbergpark bepflanzen lassen. Weitere Projekte in der Südstadt sind in Arbeit, etwa die Neugestaltung der kleinen Parkanlage an der Kölner Straße.

Den Bauwagen hatte Proviel gekauft und Dinnebier für die Quga zur Verfügung gestellt. „Außerdem aufbereitet und umgebaut“, erklärt Geschäftsführer Christoph Nieder. Für die Beschäftigten bei Proviel im Haustechnik-Team sei es eine hervorragende Qualifizierung. „Außerdem will ich gerne eine Buga. Deswegen müssen wir alles tun, dass eine Quga das Thema warmhält“, sagt Nieder schmunzelnd. Der Bauwagen sei dafür ein toller Treffpunkt.

Bekanntlich soll in diesem Sommer die Bewerbung Wuppertals für die Buga stehen. Selbst wenn der Stadtrat aber nicht zustimmen sollte, was das „Aus“ für die Bundesgartenschau-Pläne bedeuten würde, kündigt Dinnebier schon einmal an: „Die Quga wird in den kommenden Jahren auf jeden Fall weitergeführt.“

Südstadt

Als grüne Sehenswürdigkeiten in der Südstadt präsentiert die Quga unter anderem den Klophaus- und den Barmeniapark. Den Flyer zur Quga gibt es am Bauwagen, an verschiedenen Stellen im Stadtteil und online auf der Homepage des Fördervereins Historische Parkanlagen.

www.wuppertals-gruene-anlagen.de

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