Prozess: Anwältin legt Tonband vor

Kindesmisshandlung

Von Dirk Lotze

Solingen/Wuppertal In einem Prozess um mutmaßlich demütigende und quälende Kindesmisshandlungen in Solingen fordert das Landgericht zusätzliche Akten vom Jugendamt an. Die Richter wollen nachvollziehen, wer wann welche Einzelheiten über die Geschehnisse von Sommer und Herbst 2017 vor unterschiedlichen Mitarbeitern ausgesagt hat. Das Gerichtsverfahren wird also fortgesetzt.

Ein 40 Jahre alter Angestellter steht unter Anklage, über Monate Übergriffe auf einen damals sieben Jahre alten Sohn seiner damaligen Freundin begangen zu haben, außerdem auf die Frau und auf eine zwei Jahre ältere Schwester des Jungen. Die Anwältin des Mannes legte dem Gericht eine heimlich angefertigte Aufnahme aus einem Gespräch während des mutmaßlichen Tatzeitraums in einer Solinger Grundschule vor. Sie soll entlasten, weil der Inhalt teils Aussagen der Mutter widersprechen soll.

Der Angeklagte hat Schläge mit einem Gürtel zugegeben. Andere Vorwürfe bestreitet er. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er den Siebenjährigen systematisch schlug. Er habe seinen Kopf in eine Schranktür eingeklemmt und zugedrückt, ihn im Treppenhaus ans Geländer gefesselt, den Kopf in die Toilettenschüssel gesteckt und abgezogen. Der Junge soll schwere Entwicklungsstörungen erlitten haben. Ein Zeuge berichtete, der Junge habe als besonders schrecklich beschrieben, dass er eigenes Erbrochenes essen musste.

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