Sehenswert

Programm zum Tag des offenen Denkmals

Auch der Manuelskotten im Kaltenbachtal hat am Sonntag geöffnet.
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Auch der Manuelskotten im Kaltenbachtal hat am Sonntag geöffnet.

Von Knopffabrik über Industriedenkmal bis zum Freibad: Kostenlose Besichtigungen sind am Sonntag möglich.

Von Waltraut Rass

Wuppertal verfügt über etwa 4500 Baudenkmäler und somit über einen der größten Bestände Deutschlands. Hinzu kommen 400 Denkmäler der Stadt.

Nicht nur starre Baudenkmäler, sondern auch das Innenleben des Bahnhofs Wuppertal-Vohwinkel, der Botanische Garten oder das Freibad Mirke bieten spannende Einblicke in die Historie der bergischen Hauptstadt. Wuppertal war mit seinen zahlreichen Bädern eine Hochburg des volkstümlichen Schwimmens. Wer dies bisher nicht wusste, ist spätestens nach kommenden Sonntag, 11. September, wenn der Tag des offenen Denkmals stattfindet, klüger geworden.

Komplett erhaltene Dampfmaschine zum Bestaunen

An diesem Tag können Besucher kostenlos Angebote an unterschiedlichen Standorten der Stadt in Anspruch nehmen: Das Umspannwerk an der Wichlinghauser Straße war eines der drei ersten in Barmen, mit denen ab 1890 das Stadtgebiet außerhalb des Zentrums mit Strom versorgt wurde. Heute wird dort statt der originalen Einrichtung die beeindruckende elektrohistorische Sammlung des WSW präsentiert. Die Mitglieder der stromhistorischen Arbeitsgruppe der WSW erläutern anhand der Exponate die Geschichte der lokalen Stromerzeugung, der Stromverteilung und seiner Anwendung.

Das Industriedenkmal Manuelskotten im Kaltenbachtal ist eine wasserbetriebene Schleiferei für Schneidwaren. Durch verschiedene Antriebsarten wird ein Überblick über die Energiegewinnung seit dem Mittelalter gegeben. Eine Ausstellung informiert über die Produkte der Cronenberger Werkzeugindustrie.

Das Gold-Zack-Gebäude mit dem Bandwebermuseum in der Elberfelder Nordstadt von 1910 war einst einer der modernsten Fabrikbauten in Wuppertal. Die Fassade ist durch ihre großen Fensterflächen und Pfeiler geprägt und lässt die Stahlbetonkonstruktion gut erkennen.

Die PSW-Knopffabrik von 1905 an der Wuppertaler Alarichstraße war eine der bedeutendsten unter den zwölf Knopffabriken im Tal. Wie sonst nirgends in Wuppertal ist die komplette Kraftzentrale mit den beiden Schornsteinen, dem Kesselhaus samt Dampfkessel, die Dampfmaschine und auch der von ihr betriebene Generator zur Stromerzeugung erhalten.

Die ehemalige Konsumgenossenschaft „Vorwärts“ an der Münzstraße, errichtet 1906 bis 1916, ist eine von drei Konsumgenossenschaften an der Trasse - auch sie öffnet zum Tag des offenen Denkmals.

Die Konsum-Verteilungsstelle 145 auf der Sedanstraße war zur Bauzeit 1927 eine mustergültige Verkaufsstelle der Konsumgenossenschaft. Hier wurden damals erstmals Fleisch- und Backwaren angeboten.

Drei Stationen im Stadtteil Sedansberg mit seiner sehenswerten Bau- und Wohnkultur der 1920er Jahre lädt zur Besichtigung ein:

Das Engels-Haus, Engelsstraße 10, der Teschemacher Hof (In der Mirke 9 bis 12) und ebenso das ehemalige Gebäude der Firma Kaiser & Dicke (Gewerbeschulstraße 74) haben ebenfalls die Türen geöffnet.

Am Tag des offenen Denkmals gewährt der Bürgerbahnhof Einblicke hinter die verschlossenen Türen des Bahnhofs Wuppertal-Vohwinkel. Ein Höhepunkt der Führung ist die Begehung des lange verlassenen 100 Meter langen Posttunnels unter den Gleisen.

Das 1851 gegründete Freibad Mirke (In der Mirke) ist ebenfalls mit einem spannenden Programm beim „Tag des offenen Denkmals“ dabei.

Der Besuch in der Villa Eller oder der Blick vom Elisenturm: Beides ist am kommenden Sonntag im Botanischen Garten möglich. Die Villa Eller ist damit erstmalig nach der umfangreichen Sanierung von innen zu sehen. Der 1820 gegründete Landsitz des Textilfabrikanten Engelbert Eller umfasst das Landhaus mit Orangerie, das Wohn- und Betriebsgebäude und den 1838 erbauten, 21 Meter hohen Elisenturm, der bei gutem Wetter bestiegen werden kann.

Freier Eintritt

Am Tag des offenen Denkmals ist der Eintritt zu allen Gebäuden frei. Die Führungen im Engels-Haus sind kostenpflichtig. Auf der Internetseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sind teilnehmende Denkmäler aufgelistet. Dort stehen Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen.

tag-des-offenen-denkmals.de

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