Tierische Hilfe

Polizei Wuppertal verfügt über elf Diensthunde

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Dirk Grabowsky von der Polizei Wuppertal trainiert mit seiner Diensthündin Bella. 

Diese werden in verschiedenen Schwerpunkten wie etwa Aufspüren von Drogen ausgebildet.

Von Kristin Dowe

Für die Polizei ist ihre feine Spürnase von unschätzbarem Wert für die tägliche Ermittlungsarbeit: Elf Diensthunde der Rasse Belgischer Malinois unterstützen zurzeit die Arbeit der Polizei Wuppertal, zu der auch Solingen gehört. Diese betreibt in der Schwebebahn-Stadt eine eigene Liegenschaft, wo die zuständige Dienstgruppe sich um die Tiere kümmert.

„Die Polizeibehörden in Solingen und Remscheid können bei Bedarf Hunde anfordern, wenn sie deren Unterstützung bei einem Einsatz benötigen“, erklärt Jan Battenberg, Sprecher der Polizei Wuppertal.

Hunde werden mit Klickertraining auf Gerüche konditioniert

Dass die Tiere oft entscheidende Beiträge für einen Ermittlungserfolg leisten können, zeigte sich spätestens beim Missbrauchsskandal in Lügde: Dort war ein Diensthund im Einsatz, der auf die Suche nach Handys und Datenträger spezialisiert ist. Er erschnüffelte unter anderem einen USB-Stick in einer Sesselritze in der Behausung des Hauptbeschuldigten.

Als Konsequenz aus dem Fall ließ das NRW-Innenministerium in den vergangenen Wochen fünf Hunde ausbilden, die neben dem Aufspüren von Rauschgift auch auf das Suchen von Datenträgern wie USB-Sticks, Smartphones und SIM-Karten spezialisiert sind. Die Tiere werden in Köln und Recklinghausen gehalten und können bei Bedarf auch von allen Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen angefordert werden. In der Ausbildung würden die Tiere auf bestimmte Stoffe beziehungsweise Gerüche mit Hilfe von Klickertraining konditioniert, heißt es auf Anfrage aus dem Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP).

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Die Diensthunde der Polizei Wuppertal werden dagegen in einem Ausbildungszentrum des LAFP in Schloß Holte Stukenbrock trainiert, berichtet Battenberg. „Zunächst erhalten die Tiere eine Basisausbildung als Schutzhund. Je nachdem, wo die Stärken den Hundes liegen, werden sie später zu Sprengstoff-, Rauschgift-, Geld- oder Personenspürhunden ausgebildet.“

Dabei müssten am Ende der Ausbildung nicht nur die Hunde, sondern auch deren Herrchen, die Diensthundeführer, eine Prüfung mit ihrem Tier ablegen. „Die beiden sind ein Team“, betont Battenberg. Dies bleibe auch so, wenn die Hunde eines Tages zu alt für den Polizeidienst sind. „In der Regel bleibt der ehemalige Diensthund dann bei seinem Diensthundeführer. Der Hund geht dann quasi in Rente.“

Und das wortwörtlich, denn wenn ein Hund seine Dienste getan hat, kommt das Land NRW bis zu seinem Lebensende für die Kosten auf. Battenberg: „Die Tiere müssen sehr charakterfest sein.“ Außerdem sei der Belgische Malinois sehr lernbegierig, aktiv und verspielt.

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