Noch bis 24. April

Osterkirmes sorgt für zufriedene Gesichter

Herma, Lisa und Mandy (v. l.) haben Spaß im Heartbreaker. Foto: Andreas Fischer
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Herma, Lisa und Mandy (v. l.) haben Spaß im Heartbreaker.

Nach acht Jahren gibt es auf dem Carnaper Platz in Wuppertal-Barmen wieder Rummel.

Von Jonas Meister

Wuppertal. Wenn Rolf Fuhrmann das Haar in der Suppe suchen würde – er würde fündig: „Es ist Kaiserwetter. Als Kirmeswetter ist das fast zu gut, da es Gartenwetter ist und die Leute lieber zu Hause im Grünen bleiben“, analysiert der Vorsitzende des Wuppertaler Schausteller-Vereins. Nach acht Jahren Pause sorgt die Rückkehr der Osterkirmes auf den Carnaper Platz für zufriedene Gesichter.

Besucher und Passanten können den Rummel in der nahen Umgebung in Barmen nicht nur von weitem hören, sondern auch riechen. So intensiv ist der typische Kirmes-Geruch von Zuckerwatte, Popcorn und frittierten Pommes. Und einmal in Sichtweite, bietet sich ein Bild, dass es so schon seit Jahren nicht mehr gegeben hatte: Zwischen den Fahrgeschäften wuseln die Massen wie Ameisen umher. Es wird gelacht und – wie es sich für eine Kirmes gehört – vor Freunde geschrien.

Verantwortlich dafür ist unter anderem das rasante Fahrgeschäft „Hawaii Swing“. Und auch auf einem weiteren Klassiker geht es zwar unsanft, aber immer gesittet zur Sache. Der Auto-Scooter war das Zentrum der Kirmes, das sich auch Nico Schramma und seine Freunde nicht entgehen lassen wollten: „Es sind Ferien und in den letzten Jahren waren die immer von der Pandemie bestimmt. Jetzt wieder rauszukommen, etwas gemeinsam unternehmen und Spaß haben zu können, tut unglaublich gut“, freuen sich die Schüler, bevor sie zur nächsten Runde in den Autoscooter stiegen.

Schausteller merken, dass die Leute wieder raus gehen wollen

Gute Laune ist auch einige Meter weiter angesagt. In „Gregory‘s Heartbreaker“, einer Mischung aus Riesenrad und Karussell, lassen Lisa, Mandy und Herma ihre Arme fliegen: „Das Beste ist die Aussicht von da oben. So viele Menschen auf dem Platz zu sehen, ist nach Corona schon ungewöhnlich, aber auch schön.“

Meinungen, die Rolf Fuhrmann so glatt unterschreiben würde. „Es ist keine Untertreibung, wenn wir nach der ersten Woche Osterkirmes von einem Vor-Pandemie-Niveau sprechen. Wir als Schausteller merken, dass die Leute den Drang verspüren, rauszugehen und das zu tun, was vor Corona für sie Normalität war.“ Und während sich die Hauptattraktionen wie das „Geister Hotel“ oder eben der Autoscooter nicht geändert haben, spürt der Schausteller-Vorsitzende auch einige Veränderungen: „Nach wie vor haben wir auf dem Carnaper Platz ein Familienpublikum, aber wir stellen auch fest, dass es viele neue Leute auf die Kirmes zieht.“

Einer davon ist der kleine Miran. Zusammen mit seiner Schwester Maya (5) kann der Zweijährige beim Entenfangen die Augen nicht von den vielen bunten Quietscheenten lassen: „Für ihn ist es die allererste Kirmes. Er ist kurz nach Beginn der Pandemie geboren, als solche Veranstaltungen gar nicht möglich waren“, erzählt sein Vater Belfdil Taoufiq. An seinem freien Tag sind er und seine Frau mit den Kindern nach Barmen gekommen: „Die Chance, einen Rundgang über die Kirmes zu genießen, hatten wir so lange nicht mehr. Deshalb musste das jetzt einfach sein.“

Die Kirmes läuft bislang komplett friedlich ab: „Es ist seit der Eröffnung letzte Woche sehr ruhig geblieben. Wir hatten keinen Polizeieinsatz hier und auch unsere Security musste kaum eingreifen“, so Rolf Fuhrmann. Im Vergleich zum letzten Jahr sei die Atmosphäre eine ganz andere: „2021 hatten wir hier den Pop Up-Park, den wir einzäunen und am Eingang Eintritt nehmen mussten. Da sind die Leute auch gekommen, aber für uns hat das viel mehr Kosten und Aufwand bedeutet.“

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