Digitale Alternative

Onlinekurse für Hundehalter

Hundetrainerin Ina Lüneburger und ihre beiden Fellnasen. Foto: Dana Thimel
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Hundetrainerin Ina Lüneburger und ihre beiden Fellnasen.

Wülfrather „TeamWerk“ hat eine digitale Alternative zur Vor-Ort-Hundeschule geschaffen.

Von Tanja Bamme

Wülfrath. Ina Lüneburger hat im November vergangenen Jahres ihre Hundeschule TeamWerk in Wülfrath gegründet. Viel Zeit, ihrem neuen Beruf nachzukommen, blieb ihr vor dem zweiten Lockdown allerdings nicht. „Die Nachfrage ist groß, aber lange Zeit stand nicht fest, ob wir Hundeschulen den Unterricht anbieten dürfen“, erklärt die studierte Sozialarbeiterin, die zahlreiche tierbezogene Projekte geleitet hat.

Der klassische Unterricht mit Tier und Mensch darf auch immer noch nicht aufgenommen werden. „Da wir in Nordrhein-Westfalen als Bildungseinrichtung gelistet sind, dürfen wir unserem Unterricht in herkömmlicher Form nicht nachkommen“, erklärt die Hunde-Fachfrau.

Lösungen hat Ina Lüneburger trotzdem geschaffen- und zwar online. „Gerade Menschen, die vor kurzer Zeit einen Welpen oder ein Tier vom Tierschutz aufgenommen haben, sind für Unterstützung dankbar. Und daher habe ich versucht, die Wege zu nutzen, die mir zur Verfügung stehen“, so Ina Lüneburger, die drei alternative Unterrichtseinheiten anbietet.

Beim Online-Coaching ist eine zweite Person notwendig

Da wäre zunächst das sogenannte „Switch“-Training. „In diesem Fall übernehme ich den Hund von den Besitzern und über 30 Minuten intensiv mit dem Tier alleine. Danach tausche ich mich über einen Video-Chat mit den Haltern aus und verfasse ein passendes Handout“, so die Hundeschule-Inhaberin. „Durch dieses Training kann ich sehr intensiv mit den Hunden arbeiten.“

Die zweite Alternative findet rein digital statt. In einem Video-Telefonat gibt Ina Lüneburger den Hundehaltern Tipps und Hinweise, die diese Zuhause mit ihrem Vierbeiner selbst umsetzen. „Dieses Online-Coaching dauert 45 Minuten und ist sehr individuell auf den Hund und seinen Besitzer angepasst“, versichert die Hundetrainerin, die allerdings darauf hinweist, dass für diese Unterrichtsmethode eine zweite Person notwendig ist. „Die zweite Person ist für die Kameraführung zuständig und muss die Übungen beim Gespräch filmen. Alleine bekommt man das sonst nicht hin.“ Auch ein Headset wäre von Vorteil, um das Gespräch – das gerne auch in der freien Natur stattfinden kann – richtig zu führen.

Trainerin legt Fokus auf die Schulung von Mensch und Tier

Generell setzt Ina Lüneburger in den herkömmlichen Unterrichtsstunden auf die Schulung von Mensch und Tier im Alltag. „Ich habe keinen Platz, auf dem die Hundeschulstunden stattfinden, sondern gehe mit den Teilnehmern in Alltagssituationen, also in die Stadt oder in den Wald hinein.“

Die dritte Online-Alternative lässt sich einfach und unkompliziert umsetzen. Sie sieht vor, dass man an regelmäßigen Online-Meetings zu verschiedenen Themen teilnehmen kann. „Diese Gesprächsrunden führe ich mich vier bis maximal zehn Teilnehmern, damit auch jeder Hundehalter seine Fragen in Ruhe stellen kann“, beschreibt Ina Lüneburger das Konzept. In 60 Minuten können auf diese Weise beispielsweise Fragen zur Welpenerziehung oder Fragen zu Giftködervermeidung gestellt werden. „Die Themen gebe ich immer im Vorfeld auf meiner Seite bekannt“, sagt die Inhaberin.

Wann die Hundeschulen wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen dürfen, das weiß derzeit noch niemand. „Ich hoffe sehr, dass ich mit meinen Online-Alternativen helfen kann und wir nicht mehr so lange warten müssen, bis der klassische Unterricht wieder startet“, so Ina Lüneburger.

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