Oldtimer

Mit diesem Wagen raste schon Steve McQueen

Michael Fröhlich verkauft den alten Ford Mustang von Schauspieler Steve McQueen – in McQueens 1968 erschienenem Film „Bullit“ spielte ein Mustang eine Rolle. Fotos: Stephan Köhlen
+
Michael Fröhlich verkauft den alten Ford Mustang von Schauspieler Steve McQueen – in McQueens 1968 erschienenem Film „Bullit“ spielte ein Mustang eine Rolle.

Händler Michael Fröhlich verkauft einen Ford Mustang Fastback, der früher dem Schauspieler gehörte

Von Valeska von Dolega

Mettmann. Unter seinen fantastischen Fahrzeugen waren unter anderem die von Charlie Chaplin, Greta Garbo und John Lennon, Michael Schumacher und Madonna. „Nüchtern betrachtet ist das ja eigentlich eine vollkommen emotionslose Angelegenheit“, erklärt Michael Fröhlich seine Arbeit. „Ich handele mit Autos.“

Allerdings zählt der Mettmanner zu den bekanntesten Oldtimer-Händlern überhaupt. Weshalb er jetzt einerseits den zuletzt von Steve McQueen gefahrenen Ford Mustang verkauft und andererseits fürs Fernsehen vor der Kamera stand – Michael Fröhlich ist bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Befragt, was das Team des Südwestfunks jetzt für seinen Beitrag von ihm wissen wollte, antwortet er grinsend: „Blöderweise bekomme ich die Drehs ja nie mit. Denn ich bin ja bei der Arbeit.“

„Eine geile Karre.“

Oldtimer-Fan Michael Fröhlich ist fasziniert vom McQueen-Auto

Zwei Tage habe das TV-Team ihn begleitet, „ich musste für die Kontinuität immer dieselben Klamotten tragen“. Lediglich Socken und Unterwäsche wurden gewechselt, lacht er. In seiner Agentur ging es zwischen den dicht geparkten fantastischen Karossen hin und her, bei Ausflügen in einem seiner „schrägen Autos“ lief eine Kamera und selbstverständlich wurden auch in seinem Skulpturenpark mit Nobelkarossen Aufnahmen gemacht – in seinem Wald setzen 50 automobile Prachtstücke wie etwa ein Rolls-Royce Silver Wraith und Porsche 356, alle Baujahr 1950, unter freiem Himmel Patina an. „Und derweil habe ich geredet“, berichtet der Oldtimer-Experte. „Es macht mir immer wieder Spaß, über Autos zu reden.“

Natürlich müssten Antworten auf „oft gleiche Fragen gegeben werden, das liegt in der Natur der Dinge“. Aber die Fahrzeuge, mit denen er handelt, sind selbst für Unbedarfte himmlische Hingucker und die Schätze unter ihnen sind „Autos, die nie mehr billiger werden. Das ist die beste Investition, die man derzeit machen kann.“

Dass Steve McQueen wirklich der Besitzer des Mustangs war, beweist das originale Zulassungsdokument.

Dass sein Beruf sich um Autos drehen würde, war „eine Schnapsidee. Ich wollte Rechtsanwalt werden.“ Dann kam ihm sein „bewegtes Leben dazwischen“: Michael Fröhlich war in seinem turbulenten Berufsleben schon Modedesigner, Autor, Rennfahrer und Sportwagenbauer. „Ich bin ein glücklicher Mensch“, bekennt Fröhlich. „Alles, was ich gemacht habe, tat ich, um Frauen kennenzulernen.“

Dass er Autorennen fuhr, und das auch durchaus erfolgreich mit Siegen, sei dafür „ein Beispiel. Wer ausschaut wie George Clooney, hat so etwas nicht nötig“, sagt er selbstironisch. „Ich muss mich zwingen, stringent bei einem Thema zu bleiben.“

In Kontakt mit McQueens letzter Ehefrau

Nur bei der Frage nach dem Traumauto „muss ich stottern. Denn ob Jaguar E, Citroën 2CV, Isetta oder Cobra – ich finde die Gattung Oldtimer immer spannend.“ Folgerichtig passt nun Steve McQueens Mustang Fastback ins Konzept. „Eine geile Karre“, wie Michael Fröhlich bekennt.

Mit McQueens letzter Ehefrau steht er in Kontakt, zusammen mit einem Freund soll das Traumauto versteigert werden. „Ja, das ist interessant“, sagt er – und widmet sich genauso liebevoll den anderen Fahrzeugen. „Mein Hirn hat viele Schubladen, jede hat einen anderen Fokus.“ Einige davon gibt es im Herbst im TV-Beitrag zu entdecken.

Hintergrund

Steve McQueen ist eine Schauspiellegende. Der Mann mochte es schnell und teuer – Jaguar, Porsche und Ferrari gehörten zu seinem Fuhrpark. Seinen Ford Mustang Fastback verkauft jetzt Michael Fröhlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Den Panorama-Radweg geführt erkunden
Den Panorama-Radweg geführt erkunden
Den Panorama-Radweg geführt erkunden
"Scheisse geparkt": Wenn Bürger mit Zetteln gegen schlechte Parker kämpfen
"Scheisse geparkt": Wenn Bürger mit Zetteln gegen schlechte Parker kämpfen
"Scheisse geparkt": Wenn Bürger mit Zetteln gegen schlechte Parker kämpfen
Peter König ist traurig, wenn er die Altstadt sieht
Peter König ist traurig, wenn er die Altstadt sieht
Peter König ist traurig, wenn er die Altstadt sieht
Die Schwebebahn kehrt zurück
Die Schwebebahn kehrt zurück
Die Schwebebahn kehrt zurück

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare