Barmer Anlage

Nordpark soll in diesem Jahr fertig werden

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Die Arbeiten im Nordpark sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.

WUPPERTAL In vier Abschnitten hat die Stadt Wuppertal seit 2012 das Erscheinungsbild der Barmer Anlage verändert. Kiosk soll im Frühjahr öffnen.

Von Markus Wessels

Nach einer mehr als achtjährigen Bauphase sollen die Arbeiten am Nordpark in diesem Jahr abgeschlossen werden. Den Besuchern wird sich dann ein grundlegend anderes Bild der Barmer Parkanlage bieten. In vier Bauabschnitten hat die Stadt Wuppertal seit 2012 das Erscheinungsbild des Nordparks verändert. Mit der Eröffnung der öffentlichen Toiletten im Sommer 2018, dem Abschluss der Verlegearbeiten von Naturpflaster am Außenbereich des künftigen Biergartens im Dezember und dessen erwarteten Möblierung im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten beendet werden. Eröffnet wird im Frühjahr voraussichtlich als erstes der Kiosk. Im Laufe des Sommers soll der Biergarten folgen.

Für das Restaurant an den Turmterrassen wagt Betreiber Marcel Thomas jedoch noch keine Prognose hinsichtlich eines Eröffnungstermins. „Auch wenn es sich komisch anhört, hatten wir keine Verzögerung“, sagt Marcel Thomas, „auch wenn wir ursprünglich gedacht haben, dass wir etwas früher fertig werden.“

Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres hatten viele Besucher des Parks gehofft, dass die gastronomischen Einrichtungen ihren Betrieb aufnehmen. Schwierigkeiten bereitete dem Bauherrn dabei vor allem zweierlei: „Die Löschwasserversorgung war schwierig“, erklärt Thomas. Auch der Anschluss von Strom und Gas gestaltete sich nicht ganz unkompliziert: Auf 350 Metern mussten Leitungen zu den Turmterrassen gelegt werden.

„Ein gastronomisches Angebot, wie es Wuppertal noch nicht gesehen hat.“
Hans Hermann Lücke, Bezirksbürgermeister Barmen

Was fehlt, um den Biergarten zu eröffnen, ist derweil noch die Möblierung. Diese konnte vor Jahresende laut Franz-Josef Franken von der Stadtverwaltung nicht mehr installiert werden. Der „Aussichtspunkt mit Bestuhlung“ soll dabei Bänke und Tische für verschiedene Gruppengrößen bieten. „Einen Verzehrzwang wird es dort nicht geben, da es sich um eine städtische Fläche handelt“, erklärt Franken.

Den genauen Eröffnungstermin können derzeit aber weder Stadt noch Kiosk-, Biergarten- und Restaurant-Betreiber Thomas endgültig bestätigen. „Der Termin wird sich vermutlich in den nächsten Wochen ergeben“, so Thomas. Für die Möblierung der Außenterrasse rechnet Franken derweil mit einer Lieferzeit von rund acht bis zehn Wochen. Auch Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke (CDU) stört die längere Bauzeit wenig. „Es wird auch viel schöner, als ursprünglich geplant“, so Lücke im Hinblick auf die Bauzeit. „Das wird ein gastronomisches Angebot, wie es Wuppertal noch nicht gesehen hat“, freut sich der Barmer.

Auf ein Angebot müssen die Kunden des Kiosks allerdings verzichten: „Coffee to go im Einwegbecher wird es nicht geben“, erklärt Thomas. „Wie schon angekündigt, wollen wir als Kiosk keine Ursache für die Vermüllung des Parks bieten und werden deswegen ausschließlich auf ein Mehrwegsystem setzen.“ Auch Eis werde es nur in Waffeln, nicht im Becher geben. Begeistert zeigt sich Franken schon über den aktuellen Stand: „Die Nutzerzahlen des Nordparks haben deutlich zugenommen“, erklärt er. In den vier Bauphasen seien seit 2012 nacheinander zunächst Spiel- und Bolzplatz angelegt worden, dann der Werner-Zanner-Platz auf Vordermann gebracht worden und in der dritten Phase die sogenannten Blickinseln mit Liegen am Hang geschaffen worden. „Der Skywalk hat seitdem viele Fotografen angezogen“, erzählt Franken mit Blick auf die wohl bekannteste Maßnahme aus diesem Bauabschnitt. „In der vierten Phase wurde das öffentliche, sprich städtische Umfeld der Turmterrassen hergerichtet“, so Franken. Außerdem wurde das Brunnenbecken saniert, das der Bürgerverein dem Park zum 100-jährigen Bestehen gestiftet hatte. „Auch der Brunnen kann dann im Frühjahr voraussichtlich wieder in Betrieb gehen“, erklärt Franken.

NARZISSEN

PRACHT Ein besonderes Aufenthaltserlebnis im Nordpark ist für das Frühjahr schon jetzt garantiert: „Dann blühen die 100 000 Narzissen, die wir im vergangenen Jahr gepflanzt haben“, sagt Franz-Josef Franken von der Stadtverwaltung erfreut.

Insgesamt kosteten die Maßnahmen am Nordpark laut der Stadt im gesamten Bauzeitraum seit 2012 circa 1,8 Millionen Euro. „Davon trugen 20 Prozent die Stadt, und 80 Prozent waren Landesmittel“, berichtet Franken. Ohne die Mittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ wäre die Umsetzung laut der Stadt nicht möglich gewesen.

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