Beliebtes Ausflugsziel

Die Nordbahntrasse erhält einen neuen Stopp

Einer der vier Tennisplätze wird einem Fitnesscenter weichen. Entwurf: Arntz Erke Architekten
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Einer der vier Tennisplätze wird einem Fitnesscenter weichen.

Wuppertal. Im Westen des beliebten Ausflugsziels wird die Halle Eskesberg umgebaut und angeschlossen.

Von Daniel Neukirchen und Manuel Praest

Ulf Köhrs vor der Tennishalle am Eskesberg.

Neue Belebung an der Nordbahntrasse: Die Sporthalle am Eskesberg in Varresbeck wird aktuell umgebaut und soll zu einem neuen Trassenstopp werden. Ein ausgebauter Radverleih, Außengastronomie und ein neues Fitnesscenter sollen die 40 Jahre alte Sporthalle zum Anziehungspunkt machen. Angestoßen hat die Entwicklung Wolfram Karl Deutsch, Geschäftsführer des Wuppertaler Prüf- und Messgerätebau-Unternehmens Karl Deutsch. Er sagt: „Ich fand das Objekt in Nähe der Nordbahntrasse hoch interessant.“ Über das Tennis-Spielen wurde der Geschäftsmann auf das Gelände aufmerksam. „Ich denke, Sporthalle und Nordbahntrasse können sich gegenseitig positiv ergänzen.“

„Der Fahrradverleih wird ausgebaut und täglich geöffnet sein.“

Der am Projekt beteiligte Ulf Köhrs

Jetzt ist er Geschäftspartner des langjährigen Hallen-Inhabers Ulf Köhrs, der am Eskesberg auch weiterhin für den Betrieb zuständig sein wird. Wie hoch die Investition in den Standort ist, das wollten Deutsch und Köhrs nicht verraten. Klar ist: Es tut sich einiges. Das Dach ist bereits erneuert worden, gerade geht es an die Fassade. Von der Wärmedämmung über die Deckenbelüftung bis hin zur Beleuchtung wird alles erneuert.

Seit dem 15. August ruht daher der Sportbetrieb, der allerdings am 16. Oktober wieder aufgenommen werden soll, so Köhrs. Die Fußball- und Tennisfelder bleiben zwar erhalten, allerdings wird nach der Eröffnung einer der vier Tennisplätze einem Fitnesscenter gewichen sein. Das soll zum Jahresende eröffnen.

Vor allem die bessere Erreichbarkeit wird ein Pluspunkt für die neu entwickelte Halle sein. Ein direkter Zugang im Westen der Nordbahntrasse soll entstehen, so dass die Wege zur jetzigen Außengastronomie, die noch einmal aufgewertet werden soll, kürzer werden. „Der Fahrradverleih wird ausgebaut und sieben Tage die Woche geöffnet sein“, sagt Köhrs. Auch Velo-Taxis – dabei handelt es sich um eine Art Fahrrad-Rikscha - sollen dort verliehen werden. „Im kommenden Jahr kommt noch eine Rad-Servicestation dazu.“

30 neue kostenfreie Parkplätze sollen die Halle am Eskesberg schließlich auch zu einem guten Startpunkt für Trassen-Nutzer machen, die mit dem Auto anreisen. Die Pläne kommen gut an: Eine neu angebundene Gastronomie an der Trasse „findet natürlich unsere volle Unterstützung“, sagt Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung. Er findet die Idee gut, über eine Treppe eine direkte Anbindung des etwas tiefer gelegenen Eskesberg-Geländes an die Trasse zu ermöglichen.

Gerhardt spricht von „sehr glücklichen Entwicklungen“ im Westen der Trasse. Nicht nur am Eskesberg tue sich etwas, auch für den Bahnhof Varresbeck ist eine neue Nutzung in Planung. Bekanntlich hat die Renaissance AG das Denkmal gekauft, plant dort ebenfalls Gastro und sucht noch weitere Ideen. Jetzt hoffe er nur noch auf die historischen Bahnhöfe Mirke und Ottenbruch, sagt Gerhardt. „Es ist schade, dass es dort aus unterschiedlichen Gründen nicht vorwärts geht.“

In der Mirke läuft zwar die Sanierung. Bis zum 140. Geburtstag des Bahnhofs im kommenden Jahr und zum Start des Bauwettbewerbes Solar Decathlon im Juni 2022 werden die Arbeiten nach Auskunft von Utopiastadt aber wohl nicht abgeschlossen sein. Das Gebäude wird aber zumindest genutzt, unter anderem hat das Café Hutmacher dort seine Heimat.

Eröffnung am Bahnhof Ottenbruch verzögert sich weiter

Wann das geplante Restaurant im Bahnhof Ottenbruch öffnen kann, steht dagegen in den Sternen. Laut Pächter Berislav Valentin hat sich an der Grundsituation aktuell nichts geändert: Der Eigentümer und das städtische Bauamt liegen über Fragen zur Restaurierung im Clinch. Valentin hat bekanntlich aus der Not eine Tugend gemacht. Weil er drinnen weiterhin nichts anbieten kann, hat er bereits 2019 seinen Trassengarten nebenan eröffnet.

Mehr Gastronomie auf der Strecke, gerade in Richtung Westen, würde die Gesamtsituation auch „entzerren“, sagt Bezirksbürgermeisterin Gabriele Mahnert (Grüne). „Es würde sich nicht mehr vorrangig auf Mirke und Ottenbruch konzentrieren“, freut sie sich über die Pläne für den Eskesberg.

Hintergrund

Trassenproblem: Entlang der Nordbahntrasse gibt es keine öffentlichen Toiletten. Das Problem wird über die Gastronomie-Betriebe entlang der ehemaligen Bahnstrecke abgefangen. Daher ist jedes neue Angebot mit direktem Zugang gerne gesehen.

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