Panoramabad wird saniert

Uneinigkeit über Naturfreibad im Nizzatal

Bürgermeister Dirk Lukrafka kündigt an, dass im Rahmen der Sanierung des Panorambades das große Becken eine Edelstahlaufkleidung erhält. 
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Bürgermeister Dirk Lukrafka kündigt an, dass im Rahmen der Sanierung des Panorambades das große Becken eine Edelstahlaufkleidung erhält. 

Der Haupt- und Finanzausschuss von Velbert befasste sich mit dem Panoramabad und einem Naturfreibad.

Von Ulrich Bangert

Neviges. Die Wasserratten in Neviges und darüber hinaus dürfen sich freuen: Das in die Jahre gekommene Panoramabad wird saniert. Der Aufwand beläuft sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Davon tragen die Stadtwerke 2,3 Millionen, der Bund stellt im Rahmen von „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zwei Millionen zur Verfügung, die Eigenmittel der Stadt liegen bei 225 000 Euro. „Im Wesentlichen geht es um das großes Becken, das eine Edelstahlauskleidung erhält, hinzu kommen Technik und ein barrierefreier Zugang“, umriss Bürgermeister Dirk Lukrafka die Maßnahme, die der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig auf den Weg brachte.

Uneinigkeit besteht bei der zweiten großen Investition: Mit einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, im Langenberger Nizzatal ein Naturfreibad mit biologischer Wasseraufbereitung als Ersatz für das vor zehn Jahren geschlossene Freibad zu planen. CDU-Fraktionsvorsitzender Karsten Schneider räumte ein, das bei diesem Thema zwei Herzen in einer Brust schlagen: „Wir haben ein Patt in der Fraktion, wir geben die Abstimmung frei.“ Nico Schmidt kann seine Unionskollegen verstehen, die sagen dass man sich das nicht leisten kann, er sieht jedoch eine tolle Chance, was zu machen. „In Zukunft müssen wir darüber sprechen, das man sich ein Schwimmbad gegönnt hat, wo können wir jetzt sparen?“

Velbert anders hat bei dieser Entscheidung Bauchschmerzen, räumt August-Friedrich Tonscheid ein und macht auf eine Eigenschaft von Geld aufmerksam: „Banken wollen es irgendwann wieder haben“. Die SPD steht zu dem Naturfreibad. SPD-Fraktionschef Rainer Hübinger verweist darauf, dass seine Partei die Schließung abgelehnt hatte. Esther Kanschat (Bündnis 90/Die Grünen) spricht von einem Dilemma, aus dem man nicht heraus kommt: „Wir hätten gern ein großes, zentrales Bad gehabt. Das geht aber nicht ohne vernünftigen ÖPNV. So wie es jetzt wird, ist es eine Bereicherung für Langenberg, wir stimmen zu.“

Dirk aus dem Siepen von den Unabhängigen Velberter Bürgern empfiehlt allen, die behaupten, dass sich ein solches Naturbad nicht lohnt, einen Besuch in Mettmann. „In Spitzenzeiten kommen 5000 bis 6000 Besucher. Das Bad dürfte doppelt so groß wie das Langenberger sein, die Betriebskosten liegen dort bei 160 000 Euro im Jahr, dann wären es für Langenberg 80 000 Euro.“ Helmut Stiegelmeier lehnt das Bad für die Piratenpartei aus wirtschaftlichen Gründen trotz einer Bundesförderung ab: „Das Risiko ist groß, dass wir mehr drauflegen, man denke an die Preissteigerung bei Baumaterialien.“

In der Vorlage zum neuen Haushalt hatte die CDU beantragt, Voraussetzungen für eine Zweizügigkeit an Sonnen- und Regenbogenschule mit Offener Ganztagsschule für das Schuljahr 2022/2023 durch kurzfristige organisatorische und bauliche Maßnahmen als Zwischenlösung zu schaffen. Der Tagesordnungspunkt wurde in den Rat verschoben.

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