Projekt

Neuer Zugang zur Nordbahntrasse am Gold-Zack-Gebäude geplant

Direkt am Gold-Zack-Gebäude soll auch eine begrünte Multifuktionsfläche entstehen.
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Direkt am Gold-Zack-Gebäude soll auch eine begrünte Multifuktionsfläche entstehen.

Wuppertal. Wuppertaler Stadtentwicklungsausschuss soll Projekt kommende Woche zustimmen.

Von Katharina Rüth

Vor einem Monat hat die Montag Stiftung offiziell das Gold-Zack-Gebäude an der Wiesenstraße übernommen, sie will es gemeinsam mit den Mietern und den Menschen im Stadtteil gemeinwohlorientiert entwickeln. Jetzt gibt es das erste Projekt: Über das Gelände soll ein neuer Verbindungsweg zwischen Wiesenstraße und Nordbahntrasse führen und ein begrünter Platz soll zum Verweilen einladen. Kommende Woche soll der Wuppertaler Stadtentwicklungsausschuss dem Projekt zustimmen.

An der Wiesenstraße direkt vor dem alten Fabrikgebäude soll eine kleine begrünte Multifunktionsfläche entstehen. Es sollen ein Baum gepflanzt, Hochbeete angelegt, feste Sitzgelegenheiten installiert werden. Die Asphaltflächen werden soweit wie möglich durch versickerungsoffene Decken ersetzt. Hier sollen sich die Mieter des Gebäudes und die Anwohner des Quartiers treffen können. Es soll keine Barrieren mehr geben, deshalb wird der Zaun um das Gelände verschwinden, ebenso das alte Schild „Betriebsgelände Kein Spielplatz Der Oberstadtdirektor“.

In der Nordstadt entwickelt sich etwas Großes

Links am Gebäude vorbei (von der Wiesenstraße aus gesehen) soll der neue Verbindungsweg zur Nordbahntrasse führen. Er bildet einen neuen Zugang zur Trasse, wird für viele den weiten Weg über die Straße am Unteren Dorrenberg ersetzen. Am Verbindungsweg sind Fahrradständer und Hochbeete mit eingebauten Sitzgelegenheiten geplant. Mithilfe einer kleinen Rampe soll er barrierefrei werden. Zwischen Gold-Zack-Fabrik und Nordbahntrasse soll eine weitere Gartenfläche entstehen.

Wo heute drei Meter hoher Japanischer Knöterich alles überwuchert, sollen künftig ein blühender Magerrasensaum und eine niedrige Hainbuchenhecke den Blick auf das Baudenkmal freigeben. Die Ideen „haben wir gemeinsam mit den Mietern, Akteuren und der Stadt entwickelt“, berichtet Silvia Harth, Geschäftsführerin der neu gegründeten „Urbane Nachbarschaft Mirke gGmbh“: „Wir freuen uns, dass sich so viele beteiligt haben.“

Das ist auch die Idee bei der weiteren Entwicklung von Gold-Zack-Gebäude und -Gelände: Gemeinsam mit den Mietern des Gebäudes, den Menschen im Quartier sollen sie gemeinwohlorientiert entwickelt werden. Dafür hat die Montag Stiftung Grundstück und Gebäude mit einem langfristigen Erbpachtvertrag gepachtet und wird zehn Millionen Euro in das sanierungsbedürftige Baudenkmal investieren.

Die gemeinnützige Gesellschaft Urbane Nachbarschaft Mirke wird das Gebäude auf Dauer betreiben. Als Starthilfe erhält sie von der Montag Stiftung in den ersten vier Jahren rund 1,4 Millionen Euro für eine aktive Quartiersarbeit. Für die Umgestaltung der Außenflächen und das Anlegen des Verbindungsweges wird die Stadt Fördergeld in Höhe von einer Million Euro im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt Elberfelder Nordstadt“ beantragen. Die Bewilligung wird im zweiten Halbjahr 2023 erwartet, die Bauarbeiten sollen 2024 stattfinden.

Als „Symbol der Öffnung ins Quartier“ bezeichnet Baudezernent Arno Minas die Pläne für das Außengelände. Zusammen mit dem Utopiastadt-Campus entwickele sich „etwas Großes“ in der Nordstadt.

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind lobt das Projekt als „sehr, sehr gut für die Menschen im Quartier“ und verweist darauf, dass die Montag Stiftung mit dem Gold-Zack-Gebäude nach dem Bob-Campus in Barmen ein zweites Projekt in Wuppertal übernommen hat: „Das zeigt, wie vielschichtig die Stiftung in der Stadt unterwegs ist.“

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