Neuer A-3-Anschluss ist derzeit kein Thema

Die A 3 wird frühestens ab 2026 achtspurig ausgebaut. Die derzeitige Baustelle hat damit noch nichts zu tun. Foto: Christian Beier
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Die A 3 wird frühestens ab 2026 achtspurig ausgebaut. Die derzeitige Baustelle hat damit noch nichts zu tun. Foto: Christian Beier

Beim geplanten Ausbau konzentrieren sich die Städte auf die Frage der Fahrspuren

Von Andreas Tews

Solingen Nachdem die Verfahren zum geplanten Ausbau der Autobahn 3 wochenlang coronabedingt ruhten, läutet der Landesbetrieb Straßen NRW mit einer vorgezogenen Beteiligung der Öffentlichkeit jetzt eine neue Phase ein. Dabei werden sich die Anrainerstädte zunächst auf den reinen Ausbau – also die Breite der Trasse und die Frage der Fahrspuren – konzentrieren, berichtet Solingens Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Bei den Absprachen der Städte sei es darum noch nicht um die vor einem Jahr von Solingen, Langenfeld und Leichlingen ins Gespräch gebrachte neue Autobahnanbindung gegangen.

Der Landesbetrieb Straßen NRW plant den Ausbau der A 3 zwischen Opladen und dem Kreuz Hilden auf vier Fahrspuren je Fahrtrichtung. So soll ein „Engpass“ beseitigt und somit die Staugefahr reduziert werden. Weil an diesem Autobahnabschnitt mehrere Naturschutzgebiete, darunter die Ohligser Heide, liegen, sprechen sich die Anrainerstädte für einen Ausbau aus, bei dem die bisherigen Standspuren als Fahrspuren genutzt werden. Dies lehnt der Landesbetrieb mit Verweis auf die Verkehrssicherheit aber ab.

„Die Nutzung des Seitenstreifens kann nur als Übergangslösung in Betracht gezogen werden.

Straßen NRW zum Ausbau der A 3

Im Zuge des Ausbaus will vor allem Solingen auch die Frage des Autobahnanschlusses neu regeln. Zur Debatte stehen eine Anbindung über die Haus Gravener Straße oder eine direkte Anbindung zum Kreuz Langenfeld. Möglich wären sowohl eine zusätzliche Zu- und Abfahrt als auch eine neue Anschlussstelle als Ersatz für die bisherige in der Hardt. Diese Fragen können laut Hoferichter aber erst geklärt werden, wenn bekannt sei, wie viele Fahrspuren auf der Autobahn zur Verfügung stünden.

Ob die beteiligten Städte in der Frage der Anschlussstelle überhaupt zu einer gemeinsamen Haltung kommen, ist fraglich. Dies wurde vor einem Jahr deutlich, als Langenfelds – bei der Kommunalwahl inzwischen im Amt bestätigter – Bürgermeister Frank Schneider (CDU) nur kurz nach dem gemeinsamen Termin mit Solingens OB Tim Kurzbach und Leichlingens Bürgermeister Frank Steffes (beide SPD) zumindest von einer Anbindung über die Haus Gravener Straße abrückte.

Bei diesem Thema sind die Städte noch nicht weitergekommen. „Bei den bisherigen Gesprächen haben wir uns auf eine gemeinsame Haltung zum Ausbau der A 3 konzentriert“, berichtet Hoferichter. Hierzu habe es zuletzt Anfang des Jahres ein Treffen von Vertretern der Städte Solingen, Leverkusen, Leichlingen, Langenfeld und Hilden, gegeben. Dann kam Corona dazwischen.

Ihre gemeinsame Haltung zu den Fahrspuren wollen die Städte bei einem „Dialogforum“ einbringen, zu dem der Landesbetrieb Straßen für den Herbst einladen will. Ein genauer Termin dafür steht laut Hoferichter noch nicht fest. Dieses Forum ist Teil der Öffentlichkeitsbeteiligung, in die das Land jetzt einsteigen will. Im Bezug auf die Nutzung der Standspuren dürfte es dabei wegen der nach wie vor ablehnenden Haltung des Landesbetriebs zu kontroversen Diskussionen kommen.

Bindende Beschlüsse wird das „Dialogforum“ nicht fassen. Nach dem Beteiligungskonzept von Straßen NRW wird diese Runde mit Vertretern vieler Interessengruppen nur eine beratende Funktion haben. Sie kann lediglich Empfehlungen für das weitere Vorgehen abgeben. | Standpunkt

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