Nach Hausexplosion in Wuppertal: 39-Jähriger stirbt im Krankenhaus

Trauriger Anblick: Das, was einst eine Unterkunft und ein gemütliches Zuhause war, liegt jetzt in Trümmern. Foto: Anna Schwartz
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Trauriger Anblick: Das, was einst eine Unterkunft und ein gemütliches Zuhause war, liegt jetzt in Trümmern. Foto: Anna Schwartz

Ursache ist laut Polizei weiterhin unklar – Stadt Wuppertal betreut Bewohner

Von Sebastian Appianing

Wuppertal Der bei der Explosion des Wohnhauses am Steinweg in Wuppertal schwer verletzte 39-jährige Mann ist an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Das teilte die Polizei am Montag mit. Unterdessen wurde mit dem Abriss des zerstörten Gebäudes begonnen. Die Ursache der Explosion ist laut Polizei weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Vor Ort bietet sich ein trauriger Anblick. Das, was einst eine Unterkunft und ein gemütliches Zuhause war, liegt jetzt in Trümmern und lockt unzählige Foto-Touristen und Schaulustige an. Von der anderen Straßenseite aus versuchen Passanten, sich ein Bild von der Katastrophe zu machen.

Auch die Realschule Leimbach ist von der Explosion betroffen und bleibt zunächst bis Dienstag geschlossen. Am Montag fiel bereits der Unterricht aus – das Gebäude wurde auf mögliche Schäden durch die Explosion geprüft. Neben erkennbaren Schäden werden vor allem die Fenster begutachtet, da vermutet wird, dass es Risse in den Scheiben gebe könne. „Die Schulleitung wird das Gebäude am Dienstag zum ersten Mal betreten und dann die Eltern zeitnah über den Unterrichtsstart informieren“, sagt Kathrin Petersen, Sprecherin der Stadt Wuppertal.

„Wir hoffen, dass wir das Haus Nummer 50 retten können und dass es nicht abgerissen werden muss.“

Thomas Eiting, Sprecher der Stadt Wuppertal

Die Bewohner von Nummer 52 haben von einer Minute auf die andere plötzlich alles verloren. Bis auf den Schwerverletzten, der, bevor er verstarb, in einer Spezialklinik behandelt wurde, kamen zunächst alle Bewohner bei Freunden und Verwandten unter. Eine Familie wurde in einem Hotel untergebracht. „Wir betreuen die Bewohner und werden Übergangsunterkünfte zur Verfügung stellen“, sagt Stadtsprecher Thomas Eiting.

Das völlig beschädigte Haus Nummer 52 wurde teilweise abgetragen und soll im Laufe der nächsten Tage vollständig abgerissen werden. Das Nachbargebäude mit der Hausnummer 50 soll laut Eiting „gerettet werden“. Dessen 16 Bewohner wurden jedoch auch vorsorglich evakuiert.

„Wir möchten den Bewohnern der Nummer 50 in den nächsten Tagen ermöglichen, zusammen mit der Feuerwehr ihre Wohnungen zu betreten, um wichtige Dokumente zu holen“, erklärt Eiting. „Wir hoffen, dass wir das Haus Nummer 50 retten können und dass es nicht abgerissen werden muss.“

Die Verkehrsbeeinträchtigung wird zunächst auch weiterhin bestehen. Der Steinweg ist momentan nur talwärts befahrbar. Aufwärts ist die Straße zwischen Viadukt und Leimbacher Straße bis auf weiteres gesperrt.

Die Stadt überlegt, ob sie jeweils eine Spur bergauf und bergab freigibt, will jedoch zunächst die Verkehrslage beobachten. Die Ausfahrt aus der Leimbacher Straße ist inzwischen wieder freigegeben.

Autobahn 46

Es wird empfohlen, den Bereich Steinweg großflächig zu umfahren. Dies gilt auch für die Autobahn-Abfahrt Barmen. Dort sollte nach Möglichkeit auf die Abfahrten Wichlinghausen und Elberfeld ausgewichen werden. Auch sollte die Kreuzung Alter Markt möglichst weiträumig umfahren werden.

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