Gericht

Nach Aus bei DSDS: Sohn greift Vater an

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DSDS-Kandidat steht vor Gericht.

DÜSSELDORF Prozess wegen versuchten Mordes beginnt heute.

Von Dieter Sieckmeyer

Schon für psychisch stabile Kandidaten ist eine Casting-Show wie „Deutschland sucht den Superstar“ der pure Stress. Zumal wenn Dieter Bohlen kräftig austeilt. Diego, der im wirklichen Leben anders heißt, war im vergangenen Jahr als Kandidat dabei. Und das, obwohl der 21-Jährige wegen einer psychischen Erkrankung in einer Wohngruppe der Graf-Recke-Stiftung lebte. Die Einrichtung hatte die Teilnahme ausdrücklich erlaubt.

Doch nachdem Diego bei DSDS scheiterte, kam es zu einem schrecklichen Zwischenfall. Im April vergangenen Jahres ging er mit einer abgebrochenen Flasche und einem Messer auf seinen 68-jährigen Vater los. Ab dem heutigen Dienstag muss sich der 21-Jährige wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht verantworten.

Angesetzt ist der Prozess zunächst auf sechs Verhandlungstage

Bis zum Recall nach Südafrika hatte es Diego geschafft, der von Anfang an durch seine bizarren Auftritte aufgefallen war. So hatte er behauptet, Sohn des verstorbenen Rappers Tupac zu sein. Nachdem sich der Düsseldorfer mehrfach mit Dieter Bohlen angelegt hatte, war die Casting-Show für ihn beendet. Was das für einen 21-Jährigen bedeutet, der bereits seit mehreren Jahren unter einer drogenbedingten paranoiden Schizophrenie leiden soll, wird auch Thema des Prozesses sein.

Fest steht, dass Diego am 21. April vergangenen Jahres nachts gegen 23.45 Uhr vor einem Elternhaus in Holthausen auftauchte. Zunächst wollte sein Vater ihn nicht hereinlassen. Doch die jüngere Schwester soll sich für den Angeklagten eingesetzt haben. Mit fast tödlichen Folgen. Diego soll auf den 68-Jährigen zunächst mit einer abgebrochenen Flasche losgegangen sein. Danach griff er ihn auch noch mit einem Messer an. Der Vater wurde schwer verletzt, überlebte die Attacke aber. Sein Sohn wurde noch in der Nähe des Tatorts festgenommen und befindet sich seitdem in der Psychiatrie.

Angesetzt ist der Prozess zunächst auf sechs Verhandlungstage. Es sind zahlreiche Zeugen geladen, Dieter Bohlen ist allerdings bisher nicht dabei.

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