Schiene

Museumsbahnen: Erste Fahrten an Pfingsten

Die 33 000 Euro will der Verein der Bergischen Museumsbahn nutzen, um einen Rollwagen zu reparieren. Foto: Holger Ott
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Die 33.000 Euro will der Verein der Bergischen Museumsbahn nutzen, um einen Rollwagen zu reparieren.

Bergisches Land. Ein Zuschuss vom Land hilft nach dem Krisenjahr 2021.

Von Friedemann Bräuer

Die Bergischen Museumsbahnen waren im vergangenen Jahr durch die Pandemie und ihre damit verbundenen Einnahmeverluste und die Überschwemmungen in der Kohlfurth Mitte Juli gleich zweimal hart getroffen worden. Der Landeszuschuss in Höhe von 33.000 Euro, den sie jetzt erhalten, ist daher eine große Hilfe. Das Geld wollen die Museumsbahner für die Restaurierung eines Rollwagens benutzen

Mit diesen Rollwagen werden nämlich Schienensysteme mit unterschiedlichen Spurbreiten überbrückt. Wie beispielsweise die 1000 Millimeter Spurbreite, die in Wuppertal auf den Höhen wie Ronsdorf und Cronenberg die Norm waren, während das übrige Eisenbahnnetz, aber auch die Wuppertaler Straßenbahn längs der Talsohle eine Spurweite nach englischem Muster von 1435 Millimetern aufwies. Auf diese Rollwagen wurden die Waggons der anderen Schienennetze gezogen und so zu den Fabriken transportiert. Ein Hilfsmittel, das zu Zeiten, als es auch im Tal der Wupper diverse Bahnlinien mit unterschiedlichen Spurweiten gab, unerlässlich war. Maßnahmen allerdings, die den hohen Personalaufwand und Sachkosten einer Umladung auf Schmalspurgüterwagen einsparten.

Die Bergischen Museumsbahnen haben schon 1983 ein solches Exemplar erworben und an einem geheimen Ort gelagert. „Den möchten wir nicht bekannt geben, weil es sonst zu Vandalismus kommen könnte“, so Vorstandsmitglied Guido Korff angesichts der Erfahrungen, die der Verein mit Zerstörungswut und Materialdiebstahl in der Vergangenheit machen musste.

„Die Gesamtmaßnahme kostet etwa 50 000 Euro, von denen das Land einen Zuschuss von 70 Prozent gewährt“, berichtet Korff. Er sagt, dass der Rollwagen noch in diesem Jahr betriebsbereit sein wird. „Denn der Fördertopf des Landes ist für diese Maßnahme nur bis zum 31. Dezember 2022 geöffnet.“

Parallel dazu werden die Mitglieder des Vereins Bergische Museumsbahnen auch an der Inbetriebnahme einer historischen E-Lok Typ Letmathe arbeiten. Sie wurde im Januar von der Bergischen Museumsbahn erworben und soll später einmal den Rollwagen ziehen und den Museumsbesuchern als Anschauungsmaterial dienen. Korff: „Wir haben ja auch den Auftrag, Teile aus der Geschichte des Güter-Transportwesens zu verdeutlichen.“

Was die kommende Saison angeht, ist man beim Bergischen Museumsbahnverein vorsichtig optimistisch. „Wir werden zwar noch nicht im April mit unseren Sonntagsfahrten zweimal monatlich beginnen, aber zu Pfingsten wollen wir wieder mit unseren Straßenbahnen von der Kohlfurth bis zum Greuel und wieder zurück fahren“, heißt es aus dem Vorstand.

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