Aussage

Mordprozess gegen Ex-DSDS-Kandidaten

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Ein ehemaliger Castingshow-Kandidat beschäftigt Polizei und Justiz.

DÜSSELDORF 32-Jähriger bricht erstmals sein Schweigen.

Von Barbara Kirchner

Da glaubt Patrick H. (32) offenbar, er sei schlauer als die Justiz. Der Ex-Kandidat von Deutschland sucht den Superstar soll seine Ex-Freundin erschossen haben. Anschließend warf er sich vor einen Zug und verlor dabei beide Beine. Zum ersten Mal sprach er nun während des Mordprozesses über den verhängnisvollen Tag – und tischt dem Gericht eine unglaubliche Geschichte auf. Der Staatsanwalt kommentierte das mit: „Gut, dass sich das die Eltern des Opfers nicht anhören müssen.“

Drei unbekannte Männer sollen die Tat begangen haben

Schwülstige Worte, die der ehemalige Jurastudent vorbereitet hatte: „Conni hat mir die schönste Zeit meines Lebens geschenkt.“ Und an die abwesenden Eltern des Opfers gerichtet: „Ich habe mich bei euch zu Hause gefühlt. Ich habe euch geliebt wie meine eigenen Eltern. Es macht doch keinen Sinn. Wozu einem anderen schaden, wenn man selbst dem Himmel nah ist? Connis Tod bleibt für immer ein Teil von mir.“ Doch getötet habe er seine Ex nicht.

Er habe sich eine Waffe im Rotlicht-Milieu besorgt, um sich selbst das Leben zu nehmen. Allerdings hätte er die Pistole nicht ganz bezahlt. Am Tattag seien drei unbekannte Männer bei ihm erschienen: Sie hätten das restliche Geld gewollt und Patrick H. gezwungen, es sich bei seiner Ex zu leihen – deren Bild hatte man in seiner Geldbörse gefunden.

In seiner Wohnung fand die Polizei einen Abschiedsbrief

Also habe er bei Conni (27) geklingelt. Sie habe sich bereit erklärt, zum Geldautomaten zu gehen. Auf dem Weg dorthin habe einer der Männer gerufen: „Bleibt stehen!“ Patrick H.: „Dann fiel ein Schuss.“ Er habe seine Ex-Freundin angeschrien: „Lauf weg!“ Dann sei er selbst geflüchtet und habe noch Schüsse gehört. Am Bahndamm habe er sich gesetzt und eine alte Nachricht versehentlich verschickt – an die Eltern von Conni: „Damit ihr seht, wie es ist, sein einziges Kind zu verlieren.“ Dann warf er sich auf die Schienen, wurde aber schwer verletzt gerettet, obwohl er beide Beine verlor. In seiner Wohnung fand man einen Abschiedsbrief mit Anweisungen für seine Beerdigung. Angeblich hatte er den schon Wochen zuvor geschrieben. Der Prozess geht weiter.

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