Festnahme

Mord in Solingen: Polizei nimmt Tatverdächtigen in Haft

Mitarbeiter der Kriminaltechnischen Untersuchung nahmen den Tatort in Augenschein. Archivfoto: to
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Mitarbeiter der Kriminaltechnischen Untersuchung nahmen den Tatort in Augenschein. 

46-jähriger Solinger wird beschuldigt, eine 76-jährige Frau in ihrem Haus in der Hofschaft Schnittert getötet zu haben.

Von Kristin Dowe

Solingen. Die Polizei und Staatsanwaltschaft Wuppertal haben einen spektakulären Ermittlungserfolg zu vermelden: Im Fall der 76-jährigen Solingerin, die am 7. Februar in ihrem Haus in der Hofschaft Schnittert gewaltsam getötet worden war, hat die zuständige Mordkommission Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 46-jährigen Mann aus Solingen beantragt. Der Beschuldigte ist bereits wegen Eigentumsdelikten vorbestraft und musste bereits in der Vergangenheit mehrfach Haftstrafen wegen Drogendelikten verbüßen.

Der Beschuldigte stehe „im dringenden Tatverdacht“, die Seniorin in ihrem Haus in Ohligs getötet zu haben, teilt die Staatsanwaltschaft schriftlich mit. Als Motiv für die Tat gehen die Ermittler davon aus, dass der Verdächtige seine Sucht finanzieren wollte. Weitere Details zu den Abläufen der Tat könne die Staatsanwaltschaft zurzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen, hieß es weiter.

Die Tat hatte Anfang Februar in der idyllisch gelegenen Hofschaft für Entsetzen gesorgt. Tragischerweise hatte die Solingerin ihrem Mörder selbst die Tür geöffnet, an der sich keinerlei Aufbruchspuren fanden. Angehörige hatten die 76-Jährige tot aufgefunden – ihr Leichnam wies am Kopf schwere Verletzungen auf. Zudem fanden die Ermittler ihre Wohnung verwüstet und durchwühlt vor. Das Szenario wies stark auf einen Raubmord hin. Eine Obduktion hatte später den Verdacht einer vorsätzlichen Tötung bestätigt.

Anwohner der Hofschaft Schnittert sind über Festnahme erleichtert

In der Hofschaft Schnittert hatte die Nachricht von der Festnahme eines Tatverdächtigen gestern für Erleichterung gesorgt, berichtet ein Anwohner, der ungenannt bleiben möchte: „Das Thema war in den letzten Wochen immer präsent und in der Nachbarschaft herrschte ein Gefühl der Beklemmung. Natürlich müssen wir bei dem Verdächtigen immer noch von einem mutmaßlichen Täter sprechen. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Ermittler sorgfältig recherchiert haben, wenn ein Haftbefehl erlassen wird“, hofft der Solinger.

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