Neues Angebot

Mit dem E-Scooter durch Wuppertal - so soll das System funktionieren

Seit Mitte Mai gibt es E-Scooter, moderne Roller mit Straßenzulassung, in Solingen zu mieten. Die Polizei pocht auf die Regeln. Foto: Christian Beier
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In Solingen gibt es schon E-Scooter, in Wuppertal sollen sie im Herbst kommen.

In anderen Städten gibt es sie schon längst – in Wuppertal voraussichtlich ab Herbst: elektrisch betriebene Tretroller zum Verleih.

Von Anne Palka

Wuppertal. In Wuppertal sollen ab Herbst elektrische betriebene Tretroller zum Verleih angeboten werden - und ab dann wie in anderen Städte maßgeblich das Stadtbild verändern. Den Sommer will die Verwaltung für Verhandlungen mit mehreren Anbietern nutzen, die bereits Interesse bekundet haben, ihre Fahrzeuge hier anzubieten. Der Rat hat den Vorgaben zugestimmt, mit denen die Verwaltung in die Verhandlung geht. Ob die Anbieter allen diesen Kriterien zustimmen werden, oder an welchen Stellen die Stadt auf deren Vorstellungen zugeht, ist noch unklar.

In Remscheid gibt es noch keine E-Roller

Im September soll der Rat über die fertig verhandelten Verträge abstimmen. Danach könnte es ganz schnell gehen, bis die ersten ausleihbaren E-Scooter auf Wuppertals Straßen unterwegs sind. So sollen die Spielregeln aussehen:

Vorhalteflächen

Die Verleiher sollen dafür sorgen, dass auf festgelegten Flächen immer E-Scooter zur Verfügung stehen. Zum Beispiel am Bahnhof und anderen wichtigen Umsteigepunkten: Pendler sollen sich darauf verlassen können, auf dem Weg zur Arbeit ein Fahrzeug nutzen zu können.

Abstellflächen

Es soll festgelegte Flächen geben, auf denen die E-Scooter abgestellt werden dürfen. Sie sollen nicht einfach an jeder Straßenecke oder mitten auf dem Gehweg wieder abgegeben werden. Das soll auch Menschen mit Sehbehinderung schützen, die über die Fahrzeuge stolpern könnten.

Verbotszonen

Bestimmte Straßen sollen für die Durchfahrt gesperrt werden, das könnten beispielsweise Fußgängerzonen oder das enge Luisenviertel sein. Die E-Scooter werden über GPS geortet, sodass sie dort automatisch deaktiviert werden können. In diesen Zonen sollen auch keine Fahrzeuge zur Ausleihe bereitgestellt werden. Werden welche in die Wupper geworfen, wie es in den Flüssen anderer Städte bereits geschehen ist, sollen die Unternehmen sie wieder herausholen müssen.

Arbeitsstandards

Die Unternehmen, die die E-Scooter anbieten, sollen sich zu sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsstandards verpflichten. Der Mindestlohn muss eingehalten werden. Wenn E-Scooter durch die Stadt transportiert werden, soll das nur mit E-Transportern gemacht werden, und die E-Scooter sollen mit „grünem Strom“ aus erneuerbaren Energien aufgeladen werden.

Fahrräder

Die Anbieter sollen nicht nur E-Scooter bereitstellen, sondern auch Pedelecs. Das Verhältnis soll ausgeglichen sein, mindestens aber ein Fahrrad auf zwei E-Scooter.

Daten und Verträge

Die Stadt will Zugriff auf Daten haben, um die Nutzung der E-Scooter detailliert auswerten zu können. Die Verträge sollen in der Pilotphase bis Ende 2023 gelten, eine Verlängerung müsste individuell verhandelt werden. Verstößt ein Anbieter gegen die Auflagen, will die Stadt mahnen können, gegebenenfalls eine Sondernutzungsgebühr einführen oder die Anzahl der E-Scooter in der Stadt begrenzen, und letztlich von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen können.

Beschwerden

Die Anbieter sollen eine Beschwerdehotline anbieten, die rund um die Uhr erreichbar ist. Außerdem soll die Kommunikation zwischen Unternehmen und Nutzern über eine Handy-App ermöglicht werden. Die Stadt will Zugriff auf die Beschwerden haben.

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