Messe übt erste Großveranstaltung

Caravan Salon: Aussteller springen ab

Von Daniel Neukirchen

DÜSSELDORF Bis 31. August sind Großveranstaltungen verboten – doch schon für den 5. September plant die Messe Düsseldorf wieder ein Event mit einer Obergrenze von 20 000 Menschen: Die Planungen für den Caravan Salon 2020, der um eine Woche nach hinten verschoben wurde, laufen.

Messe-Sprecher Alexander Kempe berichtet: „Wir orientieren uns bei den Maßnahmen an der aktuellen Coronaschutzverordnung, die für die Menschen schon heute Alltag sind. Die Verteilung der Personen in den Hallen und die Einhaltung des Mindestabstands werden mit vorhandenen Videosystemen sowie verstärktem Personaleinsatz sichergestellt.“ Zudem soll über Onlinetickets mit eingetragenem Besuchstag garantiert sein, dass auf der weltweitgrößten Publikumsmesse für Freizeitfahrzeuge nie mehr als 20 000 Menschen gleichzeitig sind.

Einige Hersteller zeigten sich bereits weniger optimistisch, was eine Messe in Corona-Zeiten angeht – und sagten ihre Teilnahme ab. Darunter mit der Erwin-Hymer-Gruppe auch ein großer Hersteller. Das Unternehmen begründet die Entscheidung: „Auf Fachmessen ganz persönlich und ungezwungen über die Caravaning-Welt sprechen – das ist in Zeiten von Corona praktisch unmöglich.“

Auch der Mitbewerber Pössl erteilt dem Salon eine klare Absage: „Die gesundheitlichen Risiken für Besucher, Kunden, Händler und Mitarbeiten sind nach heutigem Stand noch nicht absehbar.“ Auch für den Luxusmobil-Produzent Concorde ist das Risiko einer solchen Veranstaltung zu groß.

Die Messe bleibt trotz dieser Rückschläge auf Kurs. „Wir können in unseren Hallen trotz der Absagen eine große Produktvielfalt hinweg durch alle Kategorien anbieten“, sagt Kempe. Obwohl der Termin direkt nach dem Großveranstaltungs-Verbot angesetzt ist, sei man laut Kempe „zuversichtlich“, dass die Messe zum geplanten Termin (5. bis 13. September) stattfinden kann.

Kunden und Verkäufer sollen im Gespräch Masken tragen

Das Hygienekonzept werde in engem Austausch mit dem NRW-Gesundheitsministerium ausgearbeitet. Beim Kontakt zwischen Kunden und Verkäufern sollen Masken getragen werden. In den Fahrzeugen dürfen sich später dann nur gemeinsam Personen aufhalten, die zusammen in einem Haushalt wohnen oder Familienangehörige sind. Ob sich die Anzahl der Hallen reduzieren wird, dazu konnte Messe-Sprecher Kempe noch nichts sagen.

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